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Forstwirtschaft

Kaniber für Steuerentlastung geschädigter Waldbesitzer

Waldschäden
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Norbert Lehmann, agrarheute
am
19.02.2019

Waldbesitzer, die durch Borkenkäferbefall, Stürme oder Trockenheit geschädigt sind, sollen der bayerischen Forstministerin Michaela Kaniber zufolge steuerlich entlastet werden.

Bayerische Agrarministerin Michaela Kaniber (CSU)

Im Bundesrat hat die Initiative der bayerischen Ministerin nun eine weitere Hürde genommen. Die anderen Bundesländer folgten dem bayerischen Vorschlag in der jüngsten Sitzung am vergangenen Freitag und forderten den Bund auf, den Steuersatz für Kalamitätsholz weiter abzusenken.

"Angesichts der massiven Schäden durch Wetterextreme und Schädlingsbefall können wir die Waldbesitzer nicht alleine lassen, die hohen Kosten für die Wiederaufforstung sind für sie kaum zu bewältigen", erläuterte Kaniber den Vorstoß. Nun sei der Bund am Zug, den Waldbesitzern die nötige Hilfe zu geben.

Einkommensteuertarif deutlich reduzieren

Der Bundesrat forderte die Bundesregierung in der Entschließung auf, über die bestehenden steuerlichen Möglichkeiten hinaus auch den Paragrafen 34b Absatz 5 des Einkommensteuergesetzes zu aktivieren. Damit sollen Waldbesitzer Erträge aus außerordentlichen Holznutzungen - wie beispielsweise durch Sturm oder Käferbefall - mit einem deutlich reduzierten Satz steuerlich geltend machen können.

Auch Kleinwaldbesitzer sollen auf Initiative Kanibers mit einer Erhöhung der sogenannten Betriebskostenpauschale entlastet werden.

Angesichts der gewaltigen Herausforderungen durch Umwelteinflüsse hatte die bayerische Forstministerin - unterstützt durch Finanzminister Albert Füracker und die Länderkollegen - im vergangenen November den Antrag im Agrarausschuss des Bundesrats eingebracht.

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