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Hofbesuch

Kanzlerin Merkel besucht Bauernhof

Merkel auf Milchviehbetrieb
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Norbert Lehmann, agrarheute
am
19.07.2018

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat sich auf einem Milchviehbetrieb in Schleswig Holstein über die Lage der Milcherzeuger informiert.

Die Stippvisite auf dem Familienbetrieb Trede mit 140 Kühen in Nienborstel im Kreis Rendsburg-Eckernförde geht zurück auf die ARD-"Wahlarena" vor der Bundestagswahl 2017. Bäuerin Ursula Trede hatte die Regierungschefin damals in Lübeck mit dem niedrigen Milchpreis konfrontiert und eingeladen.

Die Bundeskanzlerin wollte mit ihrem Besuch die Bedeutung der familiengeführten bäuerlichen Landwirtschaft in Deutschland unterstreichen. "Die Liebe zum Tier hier war sehr beeindruckend. Das ist es, was den landwirtschaftlichen Beruf bezüglich Tierhaltung ausmacht", sagte Angela Merkel der Presse vor Ort.

Der Betrieb Trede arbeitet bereits in der siebten Generation und möchte auch weitermachen. "Deshalb müssen wir alle gemeinsam die Bedingungen dafür schaffen. Die Betriebe tragen zur Wirtschaftskraft der ländlichen Räume bei und wir wollen nicht nur in den Städten ein prosperierendes Leben, sondern auch auf dem Land."

Besuch auf dem Betrieb Trede: "Zeigen, wo die Probleme liegen"

Im Vorfeld des Besuchs hatte Ursula Trede angekündigt, Merkel "andere Blickwinkel" als die von manchen Verbandsvertretern ermöglichen zu wollen. "Wir möchten ihr gerne von der Basis aus darstellen, wo unsere Probleme liegen", sagte Trede. Anderthalb Stunden hat sich Merkel dafür Zeit genommen.

Zu den Problemen von Milchviehbetrieben sagte Merkel: "Auch mittlere Betriebe müssen gut existieren und dürfen nicht so sehr von den Gesamt-Marktschwankungen abhängig sein. Sie müssen investieren können. Diese Investitionen verlangen eine Nachhaltigkeit und sie dienen zugleich dem Tierwohl und den Verbesserungen der Arbeitsbedingungen."

Nach dem Besuch traf sie mit der Freiwilligen Feuerwehr des Ortes zusammen.

Mit Material von dpa
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