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EU-Agrarreform

Klöckner weiter gegen einheitliche EU-Direktzahlungen

BMEL Klöckner und Ardanowski
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Norbert Lehmann, agrarheute
am
05.11.2018

Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner hat sich erneut gegen die Angleichung der Direktzahlungen in der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) ausgesprochen.

Bei einem bilateralen Gespräch mit ihrem polnischen Amtskollegen Jan Krzysztof Ardanowski betonte Klöckner in Warschau, für die unterschiedlich hohen Flächenprämien in den einzelnen Mitgliedstaaten gebe es gute Gründe. Sie nannten unter anderem die sehr unterschiedlichen Kosten für Boden, Arbeit sowie Klima- und Umweltschutzmaßnahmen oder auch den Abstand zum außerlandwirtschaftlichen Einkommensniveau.

Klöckner erkannte an, dass die polnische Regierung eine andere Auffassung vertrete. Umso wichtiger sei es ihr gewesen, die Beweggründe für die deutsche Haltung darzulegen, erläuterte die Bundesministerin. Sie wertete den Dialog mit ihrem Ressortkollegen Ardanowksi im Rahmen der deutsch-polnischen Regierungskonsultationen als „ein sehr konstruktives Gespräch“.

Agrarproduktion in Europa stärken

Nach Klöckners Worten werden mit einer gemeinsamen Partnerschaft und einer europäischen Landwirtschaftspolitik nicht nur Europa, sondern auch die Mitgliedsstaaten gestärkt.

Durch die Gemeinsame Agrarpolitik sichere man die Ernährung, Arbeitsplätze und den Produktionsstandort Europa. „Das wollen wir ausbauen und vertiefen, mit dem Ziel, das Aussterben ländlicher Räume zu verhindern und gleichwertige Lebensverhältnisse zu schaffen“, betonte die Ministerin. Dabei würden die Digitalisierung und Modernisierung der Landwirtschaft eine wichtige Rolle spielen.

Zusammenarbeit bei der ASP-Bekämpfung verbessert

Weitere Themen der deutsch-polnischen Konsultation war die Zusammenarbeit mit Polen bei der Bekämpfung der Afrikanischen Schweinepest (ASP).

Nach einer gemeinsamen Übung im Juni habe der technisch-digitale Austausch verbessert werden können, so das Bundeslandwirtschaftsministerium. Schnelle Kommunikationswege seien etabliert worden, die im Falle eines Ausbruchs der ASP genutzt werden können.

Auch über die extreme Trockenheit des Sommers haben sich die Minister ausgetauscht. Auch in Polen war der Sommer 2018 durch eine außergewöhnlich starke Trockenheit geprägt.

Mit Material von AgE, BMEL
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