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Interview

Klöckner kritisiert Dumpingpreise für Fleisch

Julia Klöckner (CDU)
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Nicolette Emmerich, agrarheute
am
16.05.2018

Die Agrarministerin hält Rabattaktionen für Fleisch im Supermarkt für falsch. Klöckner spricht sich zudem für eine Regulierung des Wolfbestandes aus.

Julia Klöckner hält Rabattaktionen von Supermärkten für Fleisch und Milch als „ethisch nicht vertretbar“. Im Interview mit der Neue Osnabücker Zeitung (NOZ) sagte die CDU-Politikerin: „Der Handel sagt mir immer, der Verbraucher sei nicht bereit, mehr für Lebensmittel zu zahlen. Doch wer Fleisch verramscht, der verstellt den Blick auf die Wertigkeit der Ware.“ Sie halte es nicht für richtig, dass im Bereich der Lebensmittel mit Dumpingpreisen geworben werde. Tiere seien keine Wegwerfware, sondern Mitgeschöpfe. „Daher solle man Fleischpreise auch nicht als Lockmittel nutzen.“ 

Effetives Wolfmanagement nötig

Im Jahr 2016 wurden, laut Klöckner, mehr als 1000 Nutztiere durch Wölfe gerissen. "Das dürfen wir nicht ignorieren." Daher ist die Agrarministerin der Ansicht, dass "wir zu einem effektiven Wolfmanagement kommen müssen". Ihrer Meinung nach, wird der Wunsch der Verbraucher nach Freilandhaltung immer größer und deshalb werden auch Lösungen für deutsche Tierhalter, deren Tiere von Wölfen gerissen werden, benötigt.

Mit Material von NOZ

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