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Deutscher Bauerntag

Klöckner nimmt Bauern in die Pflicht

Julia Klöckner (CDU)
am Donnerstag, 27.06.2019 - 08:26 (Jetzt kommentieren)

In der gesellschaftlichen Diskussion über Landwirtschaft "vor die Welle kommen" - das fordert Julia Klöckner beim Bauerntag. agrarheute ist vor Ort.

Der ländliche Raum ist mehr als nur ein Kompensationsort für städtische Wünsche. Das hat Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner beim Deutschen Bauerntag im sächsischen Schkeuditz klargestellt. In den ländlichen Räumen sei man heute schon viel weiter, als so mancher Städter glaube.

Umso wichtiger sei es für die Landwirtschaft, in der gesellschaftlichen Diskussion „vor die Welle“ zu kommen, anstatt abzuwarten und sich reflexhaft gegen jede Veränderung zu wehren, so Klöckner in Anspielung an das diesjährige Motto des Bauerntages "Wandel braucht Verlässlichkeit". Für nicht zielführend hält es die Agrarministerin, wenn bei jeder politischen Neuerung gleich der Untergang des bäuerlichen Berufsstandes heraufbeschworen wird. Weil dann nicht mehr hingehört werde, wenn es wirklich brennt.

"Lassen Sie uns nicht die Schlachten von gestern schlagen. Lasst uns dort laut werden und der Gesellschaft was zumuten, wo es wirklich um etwas geht“, so der Appell der Ministerin an die Bauern in Schkeuditz.  

Wer zahlt, schafft an?

Mit der Landwirtschaft stehe auch die EU-Agrarpolitik im Fokus der Gesellschaft. Die Finanzierung der EU-Agrarpolitik erfolge durch die Steuerzahler, woraus ein Mitspracherecht bei deren Ausgestaltung abgeleitet werde. Allerdings sollten sich die Kritiker bei ihren Forderungen nicht verkalkulieren, stellte Klöckner fest. Denn ein landwirtschaftlicher Betrieb sei viel schneller geschlossen, als dass er je wieder aufgebaut werde.

Wer hohe Umwelt- und Verbraucherstandards, wer hohe Klima-  und Tierschutzstandards wolle, der müsse ein Interesse am Erhalt der Betriebe in Deutschland und Europa haben. Wenn die Produktion nämlich in Drittländer abwandere, hätten die Europäer keinen Einfluss mehr auf die Standards, warnte Klöckner. Dies müsse in der gesellschaftlichen Debatte um die zukünftige Mittelverteilung in der Landwirtschaft viel deutlicher gemacht werden.

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