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Trockenheit

Klöckner stellt Dürrehilfen in Aussicht

Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Kloeckner besucht einen Wochenmarkt in Kleinmachnow
am Donnerstag, 23.04.2020 - 10:56 (Jetzt kommentieren)

Die anhaltende Dürre bereitet den Landwirten zunehmend Sorge. Bundeslandwirtschaftsministerin Klöckner stellt in einem Videostatement mögliche Unterstützung in Aussicht.

Nachdem bereits 2018 und 2019 die Trockenheit den Landwirten in vielen Regionen Deutschlands zu schaffen gemacht hatte, bereitet das trockene Frühjahr 2020 umso mehr Sorge. Auch unsere aktuelle agrarheute-Umfrage zeigt, dass sich die Bauern vor einem dritten Dürrejahr fürchten. Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner sicherte den betroffenen Landwirten im Falle eines erneuten Dürrejahres Unterstützung zu. Sie betonte am Mittwoch in einer Videobotschaft, dass ihr Ministerium die Situation auf den Feldern und in den Wäldern weiter im Auge behalte, um bei Bedarf reagieren zu können. Zwar ermögliche die aktuelle Prognose des Deutschen Wetterdienstes noch keine Klarheit über die weitere Niederschlagsentwicklung. Seit Mitte März seien aber in einigen Regionen gerade einmal 10 l Regen anstatt der üblichen 50 l pro Quadratmeter gefallen.

Dürrejahr 2020? Hilfen müssten jetzt kommen

"Noch ist nicht erkennbar, ob wir einen dritten trockenen Sommer in Folge bekommen", erklärte Klöckner. "Ein weiteres Dürrejahr würde viele Betriebe sehr hart treffen." Zudem habe der milde Winter für einen höheren Schädlingsbefall gesorgt. Die Ministerin betonte, die Bundesregierung nehme die Sorgen der Land- und Forstwirte vor dem Dürrejahr 2020 "sehr ernst". Genau deswegen habe sie die steuerliche Gewinnglättung oder steuerliche Erleichterungen für Dürreversicherungen auf den Weg gebracht. "Ich sage ganz klar: Wir beobachten das weiter. Denn am Ende ist das Thema Klimawandel ein Thema, das unsere Land- und Forstwirte als allererstes betrifft."

Klöckners Video wurde in den sozialen Medien unterschiedlich aufgenommen. "JETZT etwas tun nicht nur beobachten..." schreibt Facebook-Nutzerin Antje Mühlner, und User Florian Fuchs ergänzt: "Die redet immer so schön und wie Sie der Landwirtschaft hilft.... blablabla. Sage nur Düngeverordnung..." Andere fordern dagegen klare Handlungen, wie Facebook-Nutzer Peter Borgmann: "Beregnungsanlagen Einsatz unkompliziert genehmigen ! was jetzt nicht wächst wird diesen Herbst auch nicht geerntet werden!"

Rukwied ebenfalls besorgt

Auch der Deutsche Bauernverband (DBV) zeigt sich besorgt wegen der Trockenheit. "Ein drittes Dürrejahr in Folge würde viele unserer Betriebe noch härter treffen als die letzten", erklärte Bauernpräsident Joachim Rukwied. Der milde Winter und die Trockenheit hätten zudem für größeren Schädlingsbefall auf den Feldern gesorgt. "Wir brauchen dringend einen länger anhaltenden Landregen, damit die Pflanzen sich entwickeln können. Teilweise laufen schon jetzt die Bewässerungsanlagen", so Rukwied gegenüber dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND).

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