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Klöckner will "massive Wiederaufforstung"

am
10.07.2019

Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner spricht sich für ein Programm zur "massiven Wiederaufforstung" aus. Die Aufforstung der geschädigten Waldflächen benötige mehrere Millionen Bäume, so die Ministerin.

Waldbrandgefahr

Allein durch Waldbrände sei im vergangenen Jahr eine Fläche von insgesamt rund 2 500 ha verbrannt; das sei so viel wie seit 26 Jahren nicht mehr. Ein historisches Ausmaß habe zudem der aktuelle Waldbrand in Mecklenburg-Vorpommern, betonte Klöckner. Es bestehe daher dringender Handlungsbedarf.

Waldschäden durch Borkenkäfer, Stürme und Dürre

Neben den Waldbränden haben der Ministerin zufolge die Extremwetterereignisse des vergangenen Jahres mit Stürmen und Dürre sowie der anhaltende Borkenkäferbefall zu massiven Schäden geführt. Alle Schadereignisse zusammengerechnet, sei hierzulande eine Freifläche von 110.000 ha durch Waldverlust entstanden.

Laut Klöckner könnten die notwendigen Investitionen für das „Mehrere-Millionen-Bäume-Programm“ aus dem bestehenden Energie- und Klimafonds der Bundesregierung kommen. Das sei im Interesse aller, so die Ministerin. Sie sieht im Pflanzen von Bäumen das „effektivste Mittel“ gegen den Klimawandel.

Waldbesitzer begrüßen Klöckners Vorschlag

„Wir begrüßen es nachdrücklich, dass die Bundesregierung die verheerende Situation in unseren Wäldern erkannt hat und eine Unterstützung für die Wiederaufforstung leisten will“, erklärte Hans-Georg von der Marwitz, Präsident der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Waldbesitzerverbände (AGDW).

Der Energie- und Klimafonds sei „genau der richtige Absender“ für das Programm. „Die Funktionen des Waldes für den Klimaschutz und als CO2-Speicher sind unbestritten“, ergänzte Max Freiherr von Elverfeldt, Vorsitzender des Verbandes Familienbetriebe Land und Forst.

Mit Material von AgE

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