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Tierhaltung

Klöckner: In zehn Jahren ist die Tierhaltung umgebaut

am
05.09.2019
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Bundesagrarministerin Julia Klöckner verspricht einen Umbau der Tierhaltung in zehn Jahren. Sie will ihn finanziell und rechtlich unterstützen.

Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner sieht die Tierhaltung in Deutschland vor weitreichenden Veränderungen. Innerhalb von zehn Jahren werde es einen Umbau der Tierhaltung in Deutschland geben, sagte die Ministerin in der gestrigen Bundespressekonferenz.

Das nunmehr geplante staatliche Tierwohlkennzeichen sei lediglich ein Baustein auf dem Weg zu einer gesellschaftlich akzeptierten Nutztierhaltung. Sie sei eingebettet in eine umfassende Nutztierstrategie, an deren Weiterentwicklung derzeit im Kompetenznetzwerk für Nutztierhaltung unter Leitung des früheren Bundeslandwirtschaftsministers Jochen Borchert gearbeitet werde.

"Mehr Tierwohl ist nicht kostenlos"

Klar sei, dass die Landwirtschaft nicht die Kosten für die erforderlichen Weiterentwicklungen tragen könne. „Mehr Tierwohl ist nicht kostenlos“, stellte die CDU-Politikerin fest.

Die Diskussion der vergangenen Wochen um eine höhere Mehrwertsteuer auf Fleisch habe zumindest Hinweise darauf gegeben, dass erhebliche Mittel für eine andere Tierhaltung erforderlich seien.

Klöckner sagt Erleichterungen im Baurecht zu

Klöckner verteidigte ihren Ansatz für ein freiwilliges Tierwohllabel. Eine verpflichtende nationale Regelung sei EU-rechtlich kurzfristig nicht umsetzbar. Zu dieser Einsicht sei man auch in den Niederlanden und in Dänemark gelangt, wo man ebenfalls auf eine freiwillige Kennzeichnung setze und damit gute Erfahrungen gemacht habe.

Die Ministerin wies darauf hin, dass für Stallumbauten, die bei einer Nutzung des Tierwohllabels in Stufe 2 und 3 gegebenenfalls nötig würden, Fördermittel im Agrarinvestitionsförderung zur Verfügung stünden. Daneben werde man bau- und emissionsrechtliche Änderungen vornehmen, um bestehende Hemmnisse für eine Orientierung auf mehr Tierwohl in der Haltung zu beseitigen.

Mit Material von AgE
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