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Extremismus

LandFrauen warnen vor der Gefahr von rechts

am Freitag, 24.01.2020 - 10:05 (Jetzt kommentieren)

Die Landfrauen sind verstärkt rechten Angriffen ausgesetzt. Sie verlangen mehr Unterstützung von ihren Gemeinden. Frauen brauchen mehr Mut, öffentliche Ämter zu übernehmen.

Bentkämper-Petra-dlv

Die deutschen Bäuerinnen warnen eindringlich vor stärker werdenden rechtsextremen Kräften auf dem Land. Rund 50 Teilnehmerinnen und Teilnehmer diskutierten beim 13. Zukunftsforum Ländliche Entwicklung des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft auf der Internationalen Grünen Woche darüber, was die Zivilgesellschaft auf dem Land braucht, um die Demokratie und das Ehrenamt vor Ort zu schützen.

In ihrem Eingangsstatement macht Petra Bentkämper, Präsidentin des Deutschen LandFrauenverbands (dlv) deutlich: „Wir LandFrauen erleben regelmäßig Angriffe von rechts. Das erschwert unsere Arbeit erheblich, etwa bei der Interessenarbeit, wo wir zunehmend auf Unverständnis für unsere Anliegen als Frauenverband stoßen."

Der Verband sei mehr denn je gefordert, Frauen darin zu bestärken, ein kommunalpolitisches Amt zu übernehmen. Es bedarf mancherorts Mut, sich offen für einen lebendigen, bunten und weltoffenen ländlichen Raum einzusetzen.

"Wir erleben Hassreden im Netz und Stammtischparolen auf Dorffesten. LandFrauenvereine haben vermehrt Sorge, der Politik gegenüber offen ihre Positionen vertreten zu können, weil sie Mittelkürzungen befürchten", so Bentkämper.“
 

Landjugend: Training für Führungskräfte

Sebastian Schaller, Vorsitzender des Bunds der Deutschen Landjugend stellt auf dem Podium vor, wie sein Verband seit Jahren klar Haltung gegen Rechtsextremismus zeigt.

Die Landjugend hat mit dem Projekt „Fremde werden Freunde“ Menschen zusammengeführt, mehrere Publikationen aufgelegt und bietet Argumentationstrainings für die Führungskräfte im Verband an. Aus seiner Sicht sei es wichtig, als Vorstand offen für das Thema Demokratie zu stehen und Kritik auszuhalten.

 

Demokratieförderung bleibt auf Tagesordnung

Wie Demokratie und Engagement in einer Gemeinde konkret gefördert werden können, erklärt Kathrin Leininger, Vorstandsmitglied im LandFrauenverband Südbaden, Ortsvorsteherin in Oberrotweil und Mitglied im dlv-Fachausschuss Ländliche Räume. Große Bedeutung habe die Wertschätzung der Engagierten und ein beständiger offener Austausch. Ihre Gemeinde sei zwar finanziell nicht gut aufgestellt, stelle aber den Engagierten einen Etat und kostenfreie Räumlichkeiten zur Verfügung.

Um Demokratie nachhaltig zu fördern, brauche es statt der üblichen projektbezogenen Mittel, eine Strukturförderung durch die Politik, so die Meinung aller Beteiligten. Engagementförderung müsse für die Kommunen zur verpflichtenden Aufgabe werden.

Jutta Kuhles, Mitglied im Präsidium des dlv betonte, für den dlv werde das Thema der Demokratieförderung auf der Tagesordnung bleiben. Seminarangebote für Kreisvorsitzende seien geplant. Rund zwei Drittel der LandFrauen-Landesverbände wollen die Demokratieförderung auf ihre Agenda setzen.

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