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Schlachthygiene

Landwirte müssen Schlachtvieh künftig möglichst sauber anliefern

am Dienstag, 25.06.2019 - 10:12

Schlachtvieh muss künftig möglichst sauber beim Schlachthof ankommen. Das hat der Bundesrat in der Allgemeinen Verwaltungsvorschrift (AVV) Anfang Juni verabschiedet.

Schlachthof

Veterinäre können demnach stark verschmutzte Tiere aus dem Verkehr ziehen und für den Verzehr untauglich kennzeichnen. Laut der neuen Vorschrift muss der Kontrolleur bei der visuellen Sauberkeitskontrolle tierartspezifische Besonderheiten von Rindern, Schweinen, Schafen und Geflügel berücksichtigen.

Tiermediziner haben also bald mehr Spielraum bei der Entscheidung, ob Schlachttiere zu stark verschmutzt sind. Ist das Fleisch nach Ansicht des zuständigen Tierarztes für den menschlichen Verzehr nicht mehr geeignet, drohen dem Landwirt herbe Verluste.

Reihe von Verfahren gestrichen

Mit der Novelle hat der Bundesrat außerdem eine Reihe von anderen Verfahren zur Bestimmung der Fleischhygiene gestrichen. So sollen etwa die bakterioskopische Untersuchung, die Bestimmung der auspressbaren Gewebeflüssigkeit aus Muskelproben und die Prüfung der Gelbfärbung des Fleisches wegfallen. 

Worauf Sie bei der Schlachtviehhygiene genau achten müssen, erfahren Sie im Interview mit Marktexperte Dr. Greshake der Landwirtschaftskammer NRW in der Juli-Ausgabe von agrarheute.

Mit Material von AgE
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