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Umfrage-Ergebnisse

Landwirte sind unzufrieden mit der Agrarpolitik

Landwirte auf Zuckerrübenfeld
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Eva Eckinger, agrarheute
am
23.01.2017

Die meisten Landwirte stellen der derzeitigen Agrarpolitik ein schlechtes Zeugnis aus. Zu diesem Ergebnis kam eine Umfrage der DLG zum Wahlverhalten der Landwirte.

Die meisten Landwirte geben der Agrarpolitik schlechte Noten. Wie aus einer von der Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft (DLG) in Auftrag gegebenen Umfrage hervorgeht, sind die meisten Landwirte unzufrieden mit der Politik. Die meisten Landwirte seien der Auffassung, dass die Politik nicht hinter ihnen stehe.

Agrarkrise: Landwirte geben Politik die Schuld

So fühlten sich gegenwärtig annähernd 80 Prozent der Landwirte schlecht oder sehr schlecht von der Politik vertreten. Die Bewertung fällt umso negativer aus, je größer die Betriebe sind, berichtet AgE. Sie tue nichts gegen das schlechte Image der Landwirtschaft oder trage sogar noch dazu bei.

Rund 15 Prozent der Landwirte gaben bei der Umfrage an, sie fühlten sich im Stich gelassen und wünschten sich mehr Unterstützung. Ganze 12 Prozent der Landwirte geben der Politik die Schuld für den Verfall der Erzeugerpreise.

Unzufriedene Landwirte wählen häufiger AfD

Der Umfrage zufolge spiegelt sich die Unzufriedenheit der Landwirte mit der gegenwärtigen Vertretung ihrer Interessen durch die Politik auch in ihrer Wahlabsicht wider. Fast die Hälfte der Landwirte erklärte, sie wüsste derzeit nicht, wem sie ihre Stimme geben sollte. Landwirte, die sich schlecht von der Politik vertreten fühlen, wählen der Erhebung zufolge signifikant seltener CDU/CSU, dafür aber häufiger AfD.

Die befragten Landwirte gaben folgende Wahlabsichten an:

  1. CDU/CSU (35 Prozent)
  2. AfD (7 Prozent)
  3. FDP (5 Prozent)
  4. SPD (3 Prozent)

Parteiergebnisse in den Bundesländern

Die Stimmen der Landwirte verteilten sich laut Erhebung folgendermaßen:

  • CDU: 51 Prozent in Niedersachsen, 42 Prozent in Schleswig-Holstein, 39 Prozent in Nordrhein-Westfalen. Nur 20 Prozent in Sachsen.
  • AfD: 16 Prozent in Sachsen (höchster Wert).
  • Die Grünen: Fünf Prozent nur in Baden-Württemberg, sonst überall darunter.
  • SPD: Mit 13 Prozent in Brandenburg und zehn Prozent in Mecklenburg-Vorpommern am erfolgreichsten.
  • FDP: Mit 12 Prozent in Rheinland-Pfalz und acht Prozent in Baden-Württemberg am besten.
  • Die Linke: Sechs Prozent in Mecklenburg-Vorpommern und fünf Prozent in Brandenburg (überdurchschnittliche Werte).
Mit Material von AgE, DLG

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