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Landwirtschaft und Agrarpolitik

Landwirtschaftsdialog mit Merkel und Klöckner

Julia Klöckner
am Dienstag, 12.11.2019 - 14:35 (1 Kommentar)

Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner hat auf der Agritechnica in Hannover mitgeteilt, dass Bundeskanzlerin Angela Merkel und sie Anfang Dezember zum Landwirtschaftsdialog nach Berlin einladen.

Der genaue Termin ist der zweite Dezember. Die Tagesordnung steht offenbar noch nicht fest. Klöckner sagte: „Lassen Sie uns diskutieren, auch kontrovers. Wir als BMEL werden alle relevanten Akteure zu uns einladen.“

Außerdem will die Ministerin im Frühjahr 2020 in vielen Regionen eine Debatte über unsere Landwirtschaft führen. Sie sagte dazu: „Mir ist eines wichtig: Dass wir nicht übereinander reden, sondern miteinander, dass wir im Dialog bleiben“.

Das Dialogangebot von Merkel und Klöckner ist auch eine Reaktion auf die bundesweiten Bauernproteste auf das kürzlich vom Kabinett verabschiedete Agrarpaket.

Die Ministerin betonte deshalb: „Wir wollen mit unserer Politik Antworten auf aktuelle gesellschaftliche Fragestellungen bieten. Im Sinne der Bauern, der Akzeptanz und Perspektive unserer Landwirtschaft“.

Verbraucher besser einbinden

Klöckner sagte außerdem: „Ich möchte auch den Verbraucher stärker in die Pflicht nehmen. Denn wenn wir unseren Einkaufskorb zusammenstellen, dann müssen wir uns im Klaren sein, dass wir mit unserer Nachfrage auch das Angebot bestimmen“. Und das lässt sich ganz einfach erklären:

    - Wer Bio auf den Feldern will, muss Bio kaufen.

    - Wer mehr Tierwohl in den Ställen will, muss bereit sein, dafür mehr zu bezahlen.

    - Wer dem Klimawandel ganz praktisch begegnen will, sollte sich darüber informieren, wo der nächste Direktvermarkter ist, wo er regionale Lebensmittel einkaufen kann.

Die Ministerin sagte außerdem: "Wir brauchen ein neues Landwirtschaftsbewusstsein. Für eine Landwirtschaft, die wir unterstützen, sich weiter zu entwickeln. Die aber zugleich die Akzeptanz der landwirtschaftlichen Arbeit in der Gesellschaft sichert."

Außerdem sagte Julia Klöckner: "Wir setzen uns dafür ein, dass der Beruf des Landwirts für die nächste Generation attraktiv bleibt. Dass unsere Bauernfamilien gute Rahmenbedingungen vorfinden, dass sich unser ländlicher Raum entwickeln kann".

 

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