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Europäische Kommission

Von der Leyen will Wojciechowski als EU-Agrarkommissar

Ursula von der Leyen
am
10.09.2019
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Der Pole Janusz Wojciechowski soll nächster EU-Agrarkommissar werden. Ursula von der Leyen präsentierte heute ihr Team, das sie als künftige EU-Kommissionspräsidentin führen will.

Janusz Wojciechowski

Erwartungsgemäß stellte von der Leyen den polnischen Juristen Janusz Wojciechowski (64) offiziell als ihren Kandidaten für das Amt des EU-Agrarkommissars vor.

Gegen Wojciechowski ermittelt derzeit das Europäische Amt zur Betrugsbekämpfung (OLAF) wegen angeblich falscher Spesenabrechnungen während seiner Zeit als Europaabgeordneter. Er könnte damit einer schwierigen Anhörung durch das Europäische Parlament Ende September entgegensehen. Nur wenn er diese besteht, kann er wirklich ab dem 1. November Agrarkommissar werden und damit über das größte Budget innerhalb der EU verfügen.

Der jetzige Amtsinhaber, Phil Hogan, soll künftig das Handelsressort leiten.

Virginijus Sinkevičius, litauischer Minister für Wirtschaft und Innovation, übernimmt das Ressort „Umwelt und Ozeane“. Er wird damit künftig auch für die Verhandlungen mit Deutschland über die Düngeverordnung zuständig sein.

Das Ressort Gesundheit soll Stella Kyriakides (Zypern) leiten, medizinische Psychologin mit langjähriger Erfahrung in den Bereichen Soziales, Gesundheit und Krebsprävention.

Der Österreicher Hahn soll den Haushalt verwalten

Das wichtige Wirtschaftsressort soll Paolo Gentiloni (Italien) übernehmen, ehemaliger italienischer Ministerpräsident und Außenminister.

Der Österreicher Johannes Hahn, der der Kommission auch jetzt schon angehört, wird für „Haushalt und Verwaltung“ zuständig sein und Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen direkt unterstehen.

Für jede neue Regelung wird eine alte gestrichen

Von der Leyen kündigte an, Ziel der neuen Kommission werde es sein, Menschen und Unternehmen das Leben zu erleichtern. Darum wird die Behörde beim Erlass neuer Gesetze und Vorschriften dem Grundsatz „One-in/one-out“ folgen: Für jede neue Regelung wird eine andere aufgehoben, um Bürokratie zu verringern.

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