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agrarheute nachgefragt: Exklusiv-Statement von Dirk Andresen

LsV-Kopf Dirk Andresen schließt Gründung einer Bauernpartei nicht aus

am Donnerstag, 05.03.2020 - 09:29 (3 Kommentare)

AKTUALISIERT: Der Sprecher von Land schafft Verbindung - Deutschland, Dirk Andresen, bekräftigt in einem Exklusiv-Videostatement für agrarheute, dass er die Gründung einer Bauernpartei nicht ausschließt.

Wenn die Parteien in Deutschland keine Perspektiven für den Fortbestand der heimischen Landwirtschaft schaffen, kann sich LSV-Sprecher Andresen auch die Gründung einer neuen Partei vorstellen. Das sagt der Landwirt in einem Kurzvideo, das er während der heutigen Bauerndemonstrationen exklusiv für agrarheute aufgezeichnet hat.

"Wir sind keine Wutbauern"

Zuvor hatte Andresen gestern in einem Interview mit der Neuen Osnabrücker Zeitung (NOZ) gesagt: "Ich schließe nicht aus, dass wir uns eines Tages auch in Form einer Partei zusammentun". Trotz des breiten Parteienspektrums komme keine vernünftige Agrarpolitik dabei herum.

"Wir sind keine Wutbauern, sondern enttäuscht von einer Politik, die uns nicht ernst nimmt. Wir wollen einen Dialog mit Gesellschaft, Politik und Wirtschaft", sagte Andresen.

Er ist überzeugt, dass die Aktionen der Bewegung Land schafft Verbindung (LsV) etwas in Bewegung gebracht haben. Viele würden sich jetzt wieder Gedanken über die Landwirtschaft machen. Das hätten die Landwirte mit ihren Demonstrationen erreicht.

Heute gehen die Aktionen in zahlreichen deutschen Städten weiter. Agrarheute wird live aus Dessau berichten, wo die zentrale Kundgebung von Land schafft Verbindung stattfindet.

Andresen warnt vor einer Radikalisierung

Logo von Land schafft Verbindung

Andresen legt im Gespräch mit der NOZ großen Wert darauf, dass die Proteste der deutschen Landwirte friedlich bleiben. "Es gibt Äußerungen und Entwicklungen aus unseren Reihen, die kann ich einfach nicht gut heißen. Wenn wir als Bewegung uns radikalisieren, dann werden wir unser Gesicht verlieren", so Andresen. Der Landwirt, der selbst der CDU angehört, erklärte, mit der AfD nicht über die Zukunft der Landwirtschaft zu sprechen.

Damit reagierte er auch auf Vorwürfe der bayerischen Landesregierung, dass sich die LsV-Bewegung radikalisiere. Zugleich hielt Andresen an Äußerungen fest, dass die Politik "die Landwirtschaft in ihrer jetzigen Form opfert".

Bilder von den Bauerndemos anlässlich der Grünen Woche

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