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Freihandel

Mercosur-Verhandlungen geraten ins Stocken

Rinder in Brasilien
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Norbert Lehmann, agrarheute
am
13.12.2017

Die Verhandlungen über ein Freihandelsabkommen der Europäischen Union mit der Mercosur-Staatengruppe geraten auf den letzten Metern ins Stocken.

Wie aus Teilnehmerkreisen der EU-Kommission verlautete, die die Verhandlungen führt, haben die derzeit in der argentinischen Hauptstadt Buenos Aires stattfindenden Gespräche noch keinen Durchbruch gebracht. Damit ist ein zunächst für den 20. Dezember geplanter Abschluss der Verhandlungen zunehmend unwahrscheinlich.

Dem Vernehmen nach haben die Südamerikaner noch keine hinreichenden Angebote für Freihandelsquoten der EU für Milchprodukte, Wein und Olivenöl sowie verarbeitetes Obst und Gemüse unterbreitet. EU-Agrarkommissar Phil Hogan hatte im November Handelsvorteile der Europäer bei diesen Produkten zur Bedingung für Zuckerfreihandelsquoten der Mercosur-Staaten gemacht.

EU hat Bedenken wegen Lebensmittelsicherheit

Von EU-Seite wurde zudem ein Vorschlag Brasiliens zurückgewiesen, wonach sich das angestrebte Freihandelsabkommen nur auf die gegenseitige Anerkennung von Handelsvorteilen erstrecken sollte.

Indes bestehen bei der EU-Verhandlungsgruppe immer noch erhebliche Bedenken hinsichtlich der Standards für Lebensmittelsicherheit in den Mercosur-Staaten, die vor allem von Brasilien nach dem letzten Fleischskandal immer noch nicht vollkommen ausgeräumt worden sein sollen.

Mit Material von Agra-Europe
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