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Nordrhein-Westfalen

NABU-Landeschef wechselt ins Umweltministerium

Storch verlässt Nest
am Mittwoch, 10.04.2019 - 09:31 (Jetzt kommentieren)

Der NABU-Landesvorsitzende von Nordrhein-Westfalen, Josef Tumbrinck, wechselt in das Bundesumweltministerium (BMU).

Josef Tumbrinck

Tumbrinck hat alle Funktionen im Naturschutzbund (NABU) niedergelegt. Im Bundesumweltministerium wird er ab sofort Unter-Abteilungsleiter Naturschutz. Die Nachfolge seines Postens im Verband soll zügig geregelt werden.

FDP hinterfragt Verquickung mit der Regierung

Tumbrinck ist nicht der einzige ehemalige NABU-Funktionär im Bundesumweltministerium. Der seit 2013 amtierende Staatssekretär Jochen Flasbarth war von 1992 bis 2003 hauptamtlicher NABU-Präsident.

Die FDP-Fraktion hat jetzt eine Kleine Anfrage zur Verquickung der Bundesregierung mit Naturschutzorganisationen gestellt.

Darin fordern die Liberalen Auskunft über die Höhe der finanziellen Förderung des Bundes für Organisationen wie NABU, BUND, Greenpeace und Peta. Außerdem soll die Regierung darlegen, wie viele ehemalige Mitarbeiter im Bundeslandwirtschafts- und im Bundesumweltministerium jeweils aus diesen Verbänden stammen und in führenden Positionen tätig sind.

Tumbrinck prägte Entwicklung des Verbandes maßgeblich

Der stellvertretende Landesvorsitzende des NABU, Heinz Kowalski, dankte Tumbrinck für dessen "außergewöhnliches Engagement". Er habe das "Gesicht des Verbandes maßgeblich geprägt und war unermüdlich und erfolgreich als Anwalt der Natur im Einsatz", so Kowalski.

Seit dem Amtsantritt des Ex-Landeschefs 1996 hat sich die Mitgliederzahl des Verbandes offiziellen Angaben zufolge verdreifacht. Mittlerweile zählt der Verband fast 100.000 Mitglieder. Während seiner Amtszeit widmete sich Tumbrinck vor allem der Einrichtung des Nationalparks Eifel und setzte sich für den Fortbestand biologischer Stationen im ganzen Land ein. Zuletzt war ihm außerdem der Schutz von Insekten ein besonderes Anliegen. 

 

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