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Landtagswahlen

Neue Landwirtschaftsminister in Sachsen und Brandenburg?

am
03.09.2019
(1 Kommentar)

Bei den Landtagswahlen haben die Landwirte sehr unterschiedlich votiert. Möglicherweise kommen gar grüne Agrarminister. Dabei haben nur wenige Landwirte grün gewählt.

Woidke-landtagswahl2019-Brandenburg

Völlig unterschiedlich haben die Landwirte bei den beiden Landtagswahlen abgestimmt. Nach einer Analyse der Forschungsgruppe Wahlen votierte in Brandenburg eine deutliche Mehrheit der Landwirte für die SPD. Hingegen lag in Sachsen in dieser Berufsgruppe knapp die AfD vorn.

In Brandenburg erreichte die SPD bei den Landwirten einen Stimmenanteil von 34 Prozent. Damit schnitten die Sozialdemokraten bei den Landwirten am besten von allen Berufsgruppen ab.

Insgesamt wurde die SPD in Brandenburg mit einem Stimmenanteil von 26,1 Prozent stärkste Partei. Auf dem zweiten Platz bei den Landwirten in Brandenburg rangieren CDU und Linke mit jeweils 18 Prozent, gefolgt von der AfD mit 14 Prozent und den Freien Wählern mit 9 Prozent. Die FDP kam bei den Landwirten auf 3 Prozent; für die Grünen stimmten lediglich 2 Prozent der brandenburgischen Bauern.

Brandenburg: Bekommen die Grünen das Agrarministerium?

Vogelsänger-Jörg-Agrarminister-Brandenburg

Die Sozialdemokraten stellen in Brandenburg seit nunmehr fast 30 Jahren den Agrarminister. Darunter war von 2004 bis 2009 der bisherige und wohl auch künftige Ministerpräsident Dr. Dietmar Woidke.

Der amtierende Ressortchef Jörg Vogelsänger gewann ebenso seinen Wahlkreis direkt wie der Geschäftsführer des Kreisbauernverbandes Havelland, Johannes Funke.

Ob die SPD weiterhin das Landwirtschaftsministerium besetzen wird, bleibt indes abzuwarten. Bei einer absehbaren Dreierkoalition unter Beteiligung der Grünen dürften diese das Ressort für beanspruchen. Als ein Kandidat gilt der bisherige Fraktionsvorsitzende Axel Vogel.

Sachsen: Gutes Drittel der Landwirte wählten AfD und CDU

Schmidt-Thomas-Agrarminister-Sachsen

Ähnliches gilt für Sachsen. Auch dort gewann CDU-Landwirtschaftsminister Thomas Schmidt seinen Wahlkreis Mittelsachsen direkt. Ob Schmidt im Amt bleiben wird, dürfte auch im Freistaat abhängen, ob die Grünen in einem möglichen Dreierbündnis mit CDU und SPD das Agrarministerium fordern werden.

In Sachsen stimmten 34 Prozent der Landwirte für die AfD. Ein Drittel machte ihr Kreuz bei der CDU. Dahinter folgen die Linke mit einem Stimmenanteil von 9 Prozent, die FDP mit 8 Prozent und die SPD mit 7 Prozent. Weit abgeschlagen mit 2 Prozent schnitten die Grünen auch in Sachsen bei den Bauern am schlechtesten ab.

Wahlsieger im Freistaat ist die CDU mit 32,1 Prozent vor der AfD mit 27,5 Prozent.

Mit Material von AgE

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