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Öffentlichkeitsarbeit

Niederländische Landwirte gründen Partei

Landwirt mit Smartphone
am
23.08.2019
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Niederländische Bauern gründen eine Partei, um Interessen der Landwirte stärker in der Politik zu vertreten. Initiiert wurde die Bewegung von Mitgliedern der erfolgreichen niederländischen Social-Media-Plattform "BoerBurgerTweet".

Um die Lebensmittelproduktion in den Niederlanden aufrechtzuerhalten, will die "BoerBurgerBeweging" eine Partei gründen. Bei den nächsten Parlamentswahlen in dem Land am 17. März 2021 wollen die Parteiangehörigen bis zu zwei von insgesamt 150 Sitzen erobern. Die Bewegung ist aus der Social-Media-Plattform BoerBurgerTweet hervorgegangen, der über Twitter rund 11.800 Konten folgen und die bei Facebook 19.500 Abonnenten hat.

Hier twittert die BoerBurgerBeweging zur Parteigründung: 

Spiegel zur Tierschutzpartei

"Heutzutage wissen nur noch wenige über die Arbeit der Bauern, die jeden Tag ein frisches Produkt auf den Tisch der Bürger bringen", sagte die Initiatorin Caroline van der Plas. Die Partei der BoerBurgerBeweging werde als „Spiegel“ für die niederländische Partei für die Tiere (PvdD) fungieren. Dieser sei es gelungen, die Tiere und den Tierschutz auf die politische Agenda zu setzen.

„Das wollen wir für das Thema Lebensmittel leisten“, sagte Van der Plas, die hauptberuflich Chefredakteurin der niederländischen Fachzeitschrift „Pig Business“ ist. Gleichzeitig wolle man die christdemokratische Partei CDA unterstützen, die den Interessen der Landwirtschaft traditionell die größte Aufmerksamkeit schenke.

Landwirte oft als alleinige Verursacher dargestellt

Laut Van der Plas ist die neue Partei grundsätzlich nicht für oder gegen den ökologischen Landbau und auch nicht für oder gegen die intensive Tierhaltung. „Uns stört, dass die Bauern einseitig als die großen Verursacher dargestellt werden, auch in der Klimadebatte“, so die Niederländerin.

Beispielsweise behaupteten viele Medien mit Verweis auf den jüngsten Bericht des Weltklimarats (IPCC), dass die Verbraucher kein Fleisch mehr essen sollten, um das Klima zu schützen. „Aber dieser Bericht ist eigentlich viel detaillierter. Hier wollen wir aufklären“, betonte Van der Plas. Welche Kandidaten 2021 auf der Parteiliste zur Wahl stehen werden, ist derzeit noch nicht klar.

Mit Material von AgE
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