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Das ist ein Artikel vom Top-Thema:

Bauernproteste und Agrarpolitik

Niederlande: Bauern kündigen heftige Proteste an

Bauenrprotest in Den Haag, Niederlande
am Dienstag, 28.01.2020 - 10:00 (Jetzt kommentieren)

Niederländische Bauern wollen am 5. Februar erneut in großer Zahl in Den Haag demonstrieren.

Nach Angaben der Bauern-Organisation Farmers Defense Force (FDF) sind an diesem Tag Gespräche zwischen dem bäuerlichen Landwirtschaftskollektiv, dem Premierminister Mark Rutte sowie der Agrarministerin Carola Schouten geplant.

Die Farmers Defense Force ruft ihre Unterstützer dazu auf, dass am 5. Februar „Nägel mit Köpfen“ gemacht werden. Die Bauern von FDF hoffen, den Druck auf die Politik mit einer massiven Beteiligung zu erhöhen. 'Der Aufruf an die Berufskollegen lautet: Es ist jüngster Tag. FDF braucht dich. Der Druck war noch nie so wichtig wie heute.“

Weiter heißt es in dem Statement: „Wir akzeptieren keine Opfer mehr von Bauern. Wir akzeptieren kein Leiden mehr für unsere Familien. Es hat gereicht". Das FDF will nach wie vor mit dem Landbouw-Kollektiv einen konkreten Aktionsplan erarbeiten. "Um unsere niederländischen Landwirte zu stärken und eine Lösung für die niederländische Wirtschaft anzubieten," heißt es seitens der FDF.

Van den Oever: Bauern fühlen sich betrogen

Niederlande Proteste

"Wir - die Bauern - werden Den Haag übernehmen, wenn wir keinen Respekt bekommen", schreibt FDF-Chef Mark van den Oever in einem Aufruf. „Sie müssen uns sehen, sie müssen uns hören und wissen, dass das Betrügen der Bauern nicht ohne Konsequenzen bleibt. Unsere Geduld ist am Ende.“

Das Treffen am 5. Februar in den Haag ist ein Folgetreffen zu dem vorigen Gesprächen, bei dem die Bauernorganisationen bereits erste Vereinbarungen mit der Regierung getroffen haben. Mit der Umsetzung ist FDF aber nicht einverstanden. Eine der Vereinbarungen bestand darin, sicherzustellen, dass die Landwirte nicht gezwungen werden, ihre Betriebe an die Regierung zu verkaufen.

Beim FDF glaubt man jedoch nicht, das diese Forderung erfüllt wird und kritisiert deshalb auch das vorherige Treffen: "Pläne wurden aufgestellt, Notwendigkeiten genannt und Richtlinien in den Provinzen eingeführt, die uns töten", heißt es seitens der FDF. Van den Oever kritisiert außerdem durch die Politik würde nur „eine Papierwirklichkeit“ geschaffen.

In unserem Top-Thema: In ganz Deutschland rollen die Traktoren haben wir alle Informationen zu den Bauernprotesten für die gebündelt.

Weitere Proteste in Großstädten geplant

#boerenprotest

Die von FDF angekündigte Kampagne in Den Haag unterscheidet sich von den Protesten, die der Action-Club Agractie am Dienstag angekündigt hat. Diese Aktionsgruppe will am 21. März an vierzig Orten in niederländischen Großstädten aktiv werden. Agractie hat noch nicht angekündigt, welche Städte dies sein werden.

Laut Landwirtschaftsministerin Carola Schouten ist es wichtig, dass die Bauern "auf eine Weise demonstrieren, die andere Bürger nicht stört". Das Kabinett fängt gerade mit den Gesprächen an, sagt die Ministerin. Wenn die Landwirte der Meinung sind, dass sie durch die Demonstration ihrer Position gestärkt wird, sollten sie dies tun. Aber soweit es uns betrifft, passieren solche Dinge am Tisch, sagt Schoten gegenüber der niederländischen Presse.

FDF-Chef Mark van den Oever betont hingegen, dass das bevorstehende Treffen am 5. Februar entscheidend sein wird, um die Ziele seiner Protestagenda zu erreichen. Deshalb ruft er die niederländischen Landwirte auch dazu auf, in großer Zahl in Den Haag anwesend zu sein.

#boerenprotest #farmersprotest #farmersdefenseforce

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