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Stickstoffüberschuss

Niedersachsen weitet Dünge-Überwachung aus

Gülle wird auf einem Stoppelfeld ausgebracht
© agrarfoto.com
von , am
22.12.2016

Das Agrarministerium in Niedersachsen schafft 16 neue Stellen für eine Düngebehörde. Damit soll die Düngeausbringung der Betriebe besser überwacht werden.

Um dem anhaltenden Problem der Nährstoffüberschüsse aus Gülle, Festmist Gärresten und Mineraldünger zu begegnen, weitet das Landwirtschaftsministerium in Niedersachsen die düngerechtliche Überwachung erheblich aus. Die Landwirtschaftskammer Niedersachsen richtet dazu ab Januar 2017 eine neue eigenständige Düngebehörde unter Aufsicht des Ministeriums ein.

16 neue Stellen sollen Düngung überwachen

Das Land stellt hierfür im Haushaltsjahr 2017 zusätzliche Mittel in Höhe von 2,34 Millionen Euro zur Verfügung. Für die Kontrollen im Rahmen des geltenden Düngerechts und im Hinblick auf das geplante betriebliche Düngekataster werden in einer ersten Ausbaustufe 16 neue Stellen eingerichtet. Hierbei wird auch die im neuen Landwirtschaftskammergesetz geforderte strikte Trennung der Bereiche Kontrolle einerseits sowie Beratung und Dienstleistung andererseits umgesetzt.

Transport von Wirtschaftsdünger in Ackerbauregionen

Der vermehrte Transport von Wirtschaftsdüngern aus den Tierhaltungs- in die Ackerbauregionen sei dabei eines der Ziele, die Land und Kammer verfolgten, sagte Hans-Joachim Harms, Direktor der Landwirtschaftskammer Niedersachsen. Mit der neuen Düngebehörde wird die Grundlage für den Aufbau einer modernen, effizienten und wirksamen düngerechtlichen Kontrolle gelegt. Dies umfasst etwa den elektronischen Abgleich von Betriebsdaten aus verschiedenen Quellen, so dass die Daten nicht mehrfach erhoben werden müssen.

Damit können auch viel gezielter solche Betriebe ausgemacht werden, bei denen die Wahrscheinlichkeit von düngerechtlichen Verstößen größer ist. Grundsätzlich dürfen Landwirte nur im Rahmen des tatsächlichen Pflanzenbedarfs düngen.

Stickstoffüberschuss von 30 Kilo pro Hektar

Laut Nährstoffbericht 2015 sind in Niedersachsen in einem Jahr rund 60 Millionen Tonnen Wirtschaftsdünger angefallen, also Gülle, Festmist und Gärreste aus Biogasanlagen. Zusätzlich wurden von den Landwirten bis zu 300.000 Tonnen Stickstoff aus Mineraldünger ausgebracht. Nimmt man den tatsächlichen Nährstoffbedarf der Pflanzen, betrug allein der Stickstoffüberschuss im Land rund 81.000 Tonnen oder 30 Kilo pro Hektar. Der Anteil an Grundwassermessstellen in Niedersachsen mit Nitratgehalten über dem Grenzwert von 50 Milligramm/Liter beträgt rund 50 Prozent.

Aktuelle Gülletechnik auf der EuroTier 2016

Scheibeninjektor Kusgu von Zunahmmer
Der neue Scheibeninjektor Kusgu von Zunhammer deckt die Gülle direkt bei der Ausbringung komplett mit Boden zu. © Krauß/agrarheute
Scheibeninjektor Kusgu von Zunahmmer
Die Maschine löst den Zuni-Disc ab. Nur 2,80 m Baulänge incl. Stabwalze bringen einen Geräteschwerpunkt nahe dem Trägerfahrzeug. © Werkbild
Flüssigkeitstankwagen ULT 24 von ZunhammerWErkbild
2015 wurde Zunhammer für seinen Flüssigkeitstankwagen aus GfK-Material ohne zusätzlichen Metallrahmen mit einer DLG-Silbermedaille ausgezeichnet. Die Tankwagen-Baureihe wird nun um den ULT 24 erweitert. Das neue Fahrzeug hat ein 3-achsiges, luftgefedertes Fahrwerk und ein Behältervolumen von 21 m³. © Werkbild
Güllesenor VAN-Control 2.0 Zunhammer
Der Güllesenor VAN-Control 2.0 von Zunhammer soll dem Landwirt in Echtzeit Daten zu seiner Tankmischung liefern. © Werkbild
Terra Variant 585 von Holmer
Der Terra Variant 585 von Holmer löst Mitte 2017 das bisherige Modell Terra Variant 600 eco ab. Mit dem Sechszylinder-Reihenmotor Mercedes Benz OM 473 LA E4-2 mit 585 PS/430 kW bleibt die Maschine das stärkste Trägerfahrzeug der Welt. © Krauß/agrarheute
Drehkolbenpumpe der VX-Serie von Vogelsang
In den Drehkolbenpumpen der VX-Serie von Vogelsang ist das patentierte InjectionSystem verbaut. © Krauß/agrarheute
Drehkolbenpumpe der VX-Serie von Vogelsang
Das System sorgt dafür, dass Fremdkörper direkt in den Pumpenraum injiziert werden und so kaum mit den Kolbenspitzen kollidieren. Erfahrungen aus der Praxis ergeben laut Vogelsang Steigerungen der Standzeit um das bis zu 2,5-fache. © Krauß/agrarheute
Vogelsang SynCult
Der SynCult von Vogelsang ist bereits bekannt und besteht ausAdapterrahmenGülleexaktverteilerAblaufschläuchen © Krauß/agrarheute
BaseRunner von Vogelsang
Auch bereits im Markt ist der BaseRunner. Das Modul kann an bestehende Schleppschlauchsysteme nachgerüstet werden. © Krauß/agrarheute
Schwanenhals-Einachser LT 16.000
Der Schwanenhals-Einachser LT 16.000 von Bauer/SGT ist mit einem 2-Kammer-System ausgestattet. Dies dient generell zur Stützlasterhöhung, wobei die erste Kammer immer als letztes geleert wird und die Stützlast somit immer maximal bleibt. © Krauß/agrarheute
Pumptankwagen Lowliner von BSA
Dank der Behältergeometrie und der speziellen Tankform des Pumptankwagen Lowliner von BSA ergibt sich ein sehr tiefer Schwerpunkt, wodurch die Fässer laut Hersteller extrem hangstabil werden und ein sehr stabiles Fahrverhalten aufweisen. © Krauß/agrarheute
Volumetra Joskin
Der Volumetra von Joskin ist ein zwei- oder dreiachsiger Gülleverteiler mit selbsttragender Struktur, der um die volumetrische Pumpe herum konzipiert wurde. Das Fassungsvermögen liegt zwischen 10.000 l bis 22.500 l. © Krauß/agrarheute
Liquiliser von Duport für die Gülleinjektion
Durch die hohlen Nadeln der Injektionsräder wird beim Duport Liquiliser die Flüssigkeit auf die richtige Tiefe im Boden eingebracht, wie es z. B. für das Cultandüngeverfahren mit flüssigen Stickstoffdüngern (AHL, Alzon usw.) sein sollte. © Krauß/agrarheute
Annaburger 3-Achs-Dolly
Der Annaburger Tankzubringer ist ein 3-Achs-Dolly für Feld-Ausbringfahrzeuge mit 21 m³, 24 m³ und 27 m³-Behältervolumen. © Krauß/agrarheute
Universalstreuer von Annaburger
Der Universalstreuer von Annaburger wurde nach unten mit dem Modell HTS 18.04 abgerundet. Sein Gesamtgewicht beträgt 18 Tonnen bei einem Ladevolumen von rund 14,1 m³. © Krauß/agrarheute
Universalstreuer von Annaburger
Zudem lässt sich dieser Anhänger innerhalb von zirka 1,5 h zum Häckseltransportwagen umbauen. © Krauß/agrarheute
Wittrock-Zubringerfass von Krampe
Das neue Wittrock-Zubringerfass von Krampe bietet mit einer Länge von 8,2 m ein Transportvolumen von ca. 26.000 l, welches mit drei Schwallwänden im Zaum gehalten wird. © Cornelius/agrarheute
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