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Düngeverordnung

Otte-Kinast fürchtet Strukturbruch durch verschärfte Düngeverordnung

guelle zu weizenschossen
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Norbert Lehmann, agrarheute
am
22.03.2019

Eine erneute Verschärfung der Düngeverordnung könnte einen "echten Strukturbruch" auslösen, fürchtet Niedersachsens Agrarministerin Barbara Otte-Kinast.

Die Konsequenzen einer weiteren Verschärfung wären enorm, warnte Otte-Kinast in einem Gespräch mit der EU-Generaldirektion Umwelt. Wenn aufgrund der neuen Vorgaben die Pflanzen unterversorgt seien und plötzlich kein Backweizen mehr angebaut werden könne, sondern nur Futterweizen, dann habe das direkten Einfluss auf das Einkommen landwirtschaftlicher Familienbetriebe.

Nach Auffassung von Otte-Kinast wäre es richtig und sinnvoll gewesen, die geltende Düngeverordnung zunächst anzuwenden und die Wirkung auszuwerten.

Nährstoffüberschüsse müssen deutlich begrenzt werden

Barbara Otte-Kinast

Die Ministerin räumte bei dem Gespräch in Brüssel nach eigenen Angaben ein, dass der im März 2018 vorgestellte Nährstoffbericht noch einmal deutlich gezeigt habe, dass in Niedersachsen insgesamt viel zu viel Stickstoff und Phosphat im Nährstoffkreislauf vorhanden seien. Diese Nährstoffüberschüsse könnten deutlich begrenzt werden, wenn die dazu erforderlichen Maßnahmen seitens der Landwirtschaft konsequent umgesetzt würden, so die CDU-Politikerin weiter.

Umfangreiche Maßnahmen auf den Weg gebracht

Otte-Kinast verwies auf die umfangreichen Maßnahmen, die Niedersachsen bereits auf den Weg gebracht habe. Dies seien unter anderem die Entwicklung einer Datenbank, in der Düngebedarfsermittlungen und Nährstoffvergleiche flächendeckend erfasst werden könnten, sowie zwei zusätzliche Verordnungen, um in den sensiblen Gebieten weitere Maßnahmen umzusetzen. Diese befänden sich kurz vor der Ressortabstimmung.

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