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Tierschutz

Otte-Kinast zu Schlachthof-Missständen: Mir reicht’s!

Rinderschlachtung
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Katharina Krenn, agrarheute
am
13.11.2018

Die niedersächsische Agrarministerin will massiv gegen die Missstände in Schlachthöfen vorgehen. Sie will Kameras und mehr Kontrolle.

„Mir reicht es! Ich benötige jetzt keine weiteren Beweise mehr dafür, dass wir in Sachen Tierschutz einen Neustart in unseren Schlachthöfen benötigen!“, sagte die niedersächsische Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kinast (CDU) in der heutigen Landtagssitzung.

„Egal ob Kleinbetrieb, Bio-Schlachthof oder großer gewerblicher Schlachthof, egal ob in Bayern, Baden-Württemberg, Brandenburg, Schleswig-Holstein, Sachsen-Anhalt, Nordrhein-Westfalen oder bei uns in Niedersachsen. Auf unseren Schlachthöfen muss etwas passieren!“, erklärte sie weiter.

Kontrollen reichen nicht aus

Laut Ansicht Otte-Kinast bestehen die Missstände auf vielen Schlachthöfen seit Jahren. Sie fordert einen „Neustart“. Die jüngsten Vorfälle hätten gezeigt, dass stichprobenhafte Kontrollen durch die Amtstierärzte nicht ausreichen. Außerdem werde das Ministerium aufgrund der Vorfälle in Bad Iburg die ordnungsgemäße Durchführung der Schlachttier- und Fleischuntersuchung durch die Kommunen im kommenden Jahr verstärkt überprüfen.

Videoüberwachung ist sinnvoll

Seit einigen Jahren läuft in verschiedenen Mitgliedsstaaten der EU eine Diskussion über das Für und Wider der Einführung einer Videoüberwachung in tierschutzrelevanten Bereichen von Schlachthöfen.„Die Bilder der letzten Wochen haben mich in dem Beschluss bestärkt, für die Einführung einer Videoüberwachung von der Anlieferung bis zur Entblutung der Schlachttiere zu streiten, also „vom Hänger bis zum Haken“, so Otte-Kinast.  

Mit Material von ml.niedersachsen
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