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Otte-Kinast will Stalleindringlingen die Gemeinnützigkeit aberkennen

Stalleinbruch-Stallaufnahmen
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Katharina Krenn, agrarheute
am
24.04.2018

Niedersachsens Agrarministerin Otte-Kinast fordert, die Gemeinnützigkeit von Tierrechtsorganisationen zu entziehen, die illegal gefilmte Aufnahmen veröffentlichen.

Gegenüber der Osnabrücker Zeitung (NOZ) äußerte sich die niedersächsische Landwirtschaftsministerin Otte-Kinast über die fragwürdigen Methoden von radikalen Tierrechtsorganisationen wie Peta. Sie sprach sich für strengere Kontrollen der Organisationen aus, die durch den Status der Gemeinnützigkeit Steuervorteile genießen. Die Tierrechtler warteten zum Teil Monate, bis sie ihre Aufnahme veröffentlichen.

„Was ist denn das für Tierschutz, wenn man die Schweine, Rinder oder Hähnchen weiter leiden lässt? Das ist doch nur Stimmungsmache und Eintreiben von Spendengeldern“, sagte sie der NOZ. Daher fordert Otte-Kinast, dass in solchen Fällen, der Status der Gemeinnützigkeit der Organisation überprüft und gegebenenfalls aberkannt werde.

Knapp 1.700 Straftaten durch Tierrechtsaktivisten

Laut Recherchen der NOZ dokumentierte das Bundeskriminalamt seit 2008 deutschlandweit insgesamt 1.698 Straftaten von radikalen Tierrechtsaktivisten. 2016 waren es 118 Delikte. Die Straftaten umfassten unter anderem Hausfriedensbruch, Sachbeschädigung, Körperverletzung und Brandstiftung.

Die Bundesregierung hat im Koalitionsvertrag festgehalten, dass Eindringen in Tierställe als Straftatbestand geahndet wird. Otte-Kinast fordert: „Das Versprechen muss die Bundesregierung zügig umsetzen.“

Mit Material von NOZ

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