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Das ist ein Artikel vom Top-Thema:

Übergangsfrist bis 2024

Pfandpflicht für Milch in Einweg-Plastikflaschen geplant

Ein Mann füllt Milch in Plastikflaschen ab an einem Verkaufsautomat.
am Montag, 10.05.2021 - 14:45 (3 Kommentare)

Die Ausnahme vom Einwegpfand für Milch und Milcherzeugnisse in Kunststoffflaschen soll fallen. Bei Milch sowie Milcherzeugnissen gilt eine Übergangsfrist bis 2024. Auch für die Gastronomie wird Mehrweg zum Pflichtangebot - weiteres lesen Sie hier.

Ab 2024 soll die bisher geltende Ausnahme vom Einwegpfand für Milch und Milcherzeugnisse in Plastikflaschen wegfallen. Andere Ausnahmen vom Einwegpfand wie zum Beispiel für Fruchtsäfte in Plastikflaschen will die Regierung schon ab 2022 streichen. Ab dem kommenden Jahr müssen zudem sämtliche Getränkedosen mit einem Pfand belegt werden. Außerdem müssen PET-Getränkeflaschen ab 2025 aus mindestens 25 Prozent Recyclingkunststoff bestehen.

Nach dem Beschluss des Bundeskabinetts Ende Januar 2021 bedurfte die Novelle des Verpackungsgesetzes noch der Zustimmung durch den Bundestag am 07 Mai 2021. Im Bundesrat ist die Gesetzesänderung nicht zustimmungspflichtig.

MIV lehnt Pflandpflicht ab

Der Milchindustrie-Verband (MIV) sprach sich bereits im Januar 2021 gegen die Pfandpflicht aus, die zum Beispiel auch für Buttermilch, Trinkjoghurt und Kefir in Plastikflaschen gelten wird. Nach Auffassung des MIV verteuert die Pfandpflicht das Produkt ohne Not. Einwegfflaschen aus Kunststoff würden nämlich schon jetzt über die Gelbe Tonne gut entsorgt.

Problematisch sieht der MIV, dass die Pfandautomaten durch Milchreste verschmutzt werden könnten mit der Gefahr einer Kontamination. Möglicherweise wird der Einzelhandel die betroffenen Produkte darum erst gar nicht mehr listen. Hinzu kommt aus Sicht des Verbandes, dass auch die sogenannten Flakes, also die gequetschten Kunststoffflaschen, verunreinigt würden.

Ab 2023: Mehrweg wird für die Gastronomie zum Pflichtangebot

Ein weggeworfener Plastikbecher liegt auf einer Wiese.

Mit der Novelle des Verpackungsgesetzes soll auch vorgeschrieben werden, dass Restaurants, Bistros oder auch Hofcafés ab 2023 für Getränke und Essen zum Mitnehmen immer auch Mehrwegbehälter anbieten müssen. Die Mehrwegvariante darf nicht teurer sein als das Produkt in der Einwegverpackung. Von der Pflicht ausgenommen sind Kleinbetriebe, in denen höchstens fünf Beschäftigte und die eine Ladenfläche von nicht mehr als 80 Quadratmetern haben. Diese Einrichtungen müssen es ihren Kunden aber ermöglichen, eigene Mehrwegbehälter zu befüllen.

Bundesumweltministerin Svenja Schulze sagte: „Mein Ziel ist, dass Mehrweg-Boxen und Mehrweg-Becher für unterwegs der neue Standard werden“.

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