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agrarheute-Videoreihe

Phillip Krainbring im Interview: "Ideologische Ziele bringen nichts"

Ackerbauer Phillip Krainbring im Interview mit Simon Michel-Berger

In unserer Videoreihe "Die Landwirtschaft, die wir wollen" kommt auch Agrarblogger und Ackerbauer Phillip Krainbring zu Wort. Für ihn ist ein direkter Kontakt zwischen Landwirten und Politik wichtig. Gemeinsam müssten die Ziele beschlossen werden.

am Sonntag, 19.09.2021 - 09:08

Immer wieder neue Herausforderungen machen Ackerbauer Krainbring orgen. Emotional am meisten beschäftigt ihn die Politik. Konkret fordert Ackerbauer Krainbring, "dass wir das, was wir erreichen wollen, gemeinsam besprechen. Ja, wir wollen den Pflanzenschutz reduzieren", sagt Krainbring. Aber Politik, Landwirte und auch Naturverbände müssten die Maßnahmen gemeinsam besprechen. Nur so könnten die Ziele laut auch erreicht werden. Die Politik müsste weg von ideologiegetriebenen Aussagen und Schlagwörtern nur für den Wahlkampf.

 "Der Beruf des Landwirtes ist ständig im Wandel. Landwirte sind offen für Veränderung", betont der Landwirt. Grundsätzlich sollten Landwirte Rohstoffe und Lebensmittel produzieren und nicht zu Landschaftsgärtnern werden. Viele Maßnahmen, wie Fruchtfolgen, Pufferstreifen zu Gewässern, Humusaufbau, die Landwirte längst umsetzen seien in der Öffentlichkeit gar nicht bekannt. Vieles davon sei momentan noch Eigenleistung des Landwirtes ohne eine gerechte  Entlohnung. Die Produktion und die Naturräume müssten laut Krainbring mehr in Einklang gebracht werden.