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Stiftung

Preisverleihung: "Landschafft 2017" geht an den Landkreis Cham

vier Personen
Anna Görlich/agrarheute
am
24.03.2017

Der Stiftungspreis "Landschafft 2017" geht dieses Jahr an den Landkreis Cham in der Oberpfalz. Er wird von der Deutschen Stiftung Kulturlandschaft (DSK) verliehen.

Der Landkreis Cham ist der Preisträger von "Landschafft 2017", wie der Vorsitzende der DSK, Dr. Helmut Born, heute mitteilte. Der Preis, der mit 10.000€ dotiert ist, wird alle zwei Jahre von der Deutschen Stiftung Kulturlandschaft (DSK) in Kooperation mit dem Deutschen Landkreistag verliehen. Es werden Regionen geehrt, die trotz peripherer Lage aus eigener Kraft eine gute wirtschaftliche und gesellschaftspolitische Entwicklung zeigen.

Der Landkreis Cham liegt in der Oberpfalz in Bayern, an der Grenze zur Tschechischen Republik. Bis in die achtziger Jahren gab es hier eine hohe Arbeitslosigkeit, wenige Industrieansiedlungen und Investitionen, sowie eine schwache Infrastruktur. "Entsprechend mussten viele Arbeitnehmer teils lange Wegstrecken in Kauf nehmen, um in den städtischen Zentren einer Erwerbstätigkeit nachzugehen", sagt Dr. Helmut Born.

 

Cham entwickelt sich zum Hochschulstandort

Pressegespräch Landschafft 2017

Durch Unterstützung kleiner und mittelständiger Betriebe, Investitionen in Bildung, Infrastruktur und Digitalisierung, sowie eine enge Zusammenarbeit mit der angrenzenden tschechischen Region konnten ein Bevölkerungszuwachs und zahlreiche neue Arbeitsplätze geschaffen werden. Inzwischen haben sich 30 mittelständische Industriebetriebe angesiedelt und der Landkreis hat sich zu einem neuen Hochschulstandort entwickelt. Er verfügt außerdem über eine "attraktive und vielfältige Kulturlandschaft", die laut Born von "wettbewerbsfähigen Milcherzeugern in der Landwirtschaft, aber auch einer umfassenden Produktion von Biomasse als erneuerbarer Energie" gepflegt wird.

Eine gezielte Wirtschaftsförderung hat in Cham ein Netzwerk mit wissenschaftlich orientierten Forschungszentren entstehen lassen und durch das Bildungs- und Kulturleben und die neu entstandenen Arbeitsplätze "Landflucht" weit verringert.

 

Mit Material von Deutsche Stiftung Kulturlandschaft
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