Login
Wolfsangriff

Problemwolf greift Hund an: Jetzt soll er weg

jagderleben/Katharina Krenn/agrarheute
am
27.04.2016

Der besenderte Problemwolf vom Truppenübungsplatz Munster hat vor kurzem einen Hund verletzt. Nun soll er entnommen werden. Noch läuft er frei herum.

Das Niedersächsische Umweltministerium hat gestern darüber informiert, dass der besenderte Wolf  vom Truppenübungsplatz Munster (Kennung: MT 6) entnommen werden soll. Der Wolf hatte in den vergangenen Tagen gegenüber Spaziergängern mit Hunden eine auffällige Distanzlosigkeit gezeigt. Nahe der Kreisstadt Celle hat er einen Hund angegriffen, wie jagderleben.de berichtet.

Wolf verletzt Hund

Beim Spaziergang einer dreiköpfigen Familie nahe Celle habe der Wolf den Hund der Familie angegriffen. Es kam zu einer Beißerei bei der der Hund verletzt wurde, wie der Pressesprecher des Niedersächsischen Amts für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz gegenüber jagderleben bestätigte. Wie sich später heraus stellte, handelt es sich offenbar um den bereits auffällig gewordenen und besenderten Wolf vom Truppenübungsplatz Munster. Scheinbar war es dem Schwedischen Wolfsexperten, welcher seit einiger Zeit auf den Problemwolf angesetzt ist,  bisher nicht gelungen ihn zu vergrämen.

Tötung nicht ausgeschlossen

Geplant ist, den Wolf zu betäuben und in ein Gehege in Springe zu bringen. Bisher konnte das Tier nicht betäubt werden. Sollten die Betäubungsversuche scheitern, sei eine Tötung nicht ausgeschlossen, erklärte ein Sprecher des Umweltministeriums gegenüber jagderleben.de.

Der CDU-Landtagsabgeordnete Ernst-Ingolf Angermann mahnte die Landesregierung, kein weiteres Risiko einzugehen und das Tier töten zu lassen. „Angesichts der bisherigen Erfahrungen mit diesem Wolf ist es höchst unwahrscheinlich, dass man ohne weiteres nah genug an ihn herankommt, um ihn betäuben zu können“, sagte Angermann. Kritisch sieht Angermann auch die geplante Unterbringung des Wolfs in einem Gehege – zumal noch immer nicht geklärt ist, wo MT6 dauerhaft bleiben könne. „Aus artenschutzrechtlicher Sicht ist die Haltung eines Wildtiers in einem Gehege höchst bedenklich“, so der CDU-Wolfsexperte

Hat sich der Wolf mit dem Hund gekreuzt?

Indes hat ein Wolfsexperte eine neue Theorie, warum die Wölfe zunehmend keine Scheu gegenüber Menschen zeigen. Wie az-online berichtet, ist der Experte Andreas Wilkens der Ansicht, dass es zu Kreuzungen zwischen Wolf und Hund gekommen sei.  Anlass für diese Theorie geben neue Aufnahmen, die den Wolf sehr nah zeigen, so dass seine Merkmale gut erkennbar sind.  Es sei zu sehen, dass der Wolf hundetypische Merkmale aufweist wie eine hohe Hundestirn und einen quadratischen Rumpf.

Das Niedersächsischen Amts für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz bestätigt diese Theorie jedoch nicht. Die DNA der deutschen Rudel sei gut untersucht. Man habe bisher keinen Hinweis auf eine Vermischung der Tierarten gefunden.

Wolfsichtungen: Der Wolf tappt in die Fotofalle

Wolf
Wolf
Wolf
Wolf
Wolf
Wolf
Wolf
Wolf
Wolf
Wolfswelpen
4 Wolfswelpen
Wolf mit Waschbär
Wölfe
Auch interessant