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Vergleich

Prozess: Lothar Lampe soll 2,63 Millionen Euro zahlen

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Redaktion LAND&Forst, LAND & Forst
am
07.11.2016

Das Oberlandesgericht Celle hat im Prozess zwischen dem Landvolk Grafschaft Diepholz und dem ehemaligen Vorsitzenden Lothar Lampe einen Vergleich vorgeschlagen.

Der Rechtsstreit zwischen dem Landvolk Grafschaft Diepholz und dem ehemaligen Vorsitzenden Lothar Lampe könnte bis zum 31. Dezember beendet sein. Das Oberlandesgericht Celle schlug vergangene Woche einen Vergleich über 4,3 Millionen Euro (plus Zinsen) vor. Demnach sollen die Firma Westwind 1,67 Millionen zurück zahlen und Lampe 2,63 Millionen Euro. Im Juni 2013 wurden erstmals Vorwürfe laut, dass Lampe in seiner Funktion als Geschäftsführer der Landvolk Dienstleistungs GmbH Geld bei der Errichtung von Windparks veruntreut haben soll.

Jahrelangen Rechtsstreit soll vermieden werden

Westwind-Geschäftsführer Gerard Meindertsma kommentierte den Vorschlag in einer Pressemitteilung: „Dieser Schritt ist zwar nicht ideal, denn wir sind unverändert überzeugt davon, dass die Berufungsinstanz unsere Sicht bestätigt hätte“. Mit der Entscheidung wolle man aber weiteren jahrelangen Rechtsstreit vermeiden, der alle Beteiligten inzwischen viel Zeit und Energie koste.

Die Kreisverbandsversammlung des Landvolks wird voraussichtlich am 24. November über das Angebot abstimmen. Die Differenz zur ursprünglich eingeklagten Rückzahlung beträgt dann immer noch mehr als 1,5 Millionen.

Rückblick der Vorwürfe

Im Juni 2013 wurden erstmals Vorwürfe laut, dass Lampe in seiner Funktion als Geschäftsführer der Landvolk Dienstleistungs GmbH Geld bei der Errichtung von Windparks veruntreut haben soll. Zunächst war nur von einer Million Euro die Rede. Ziemlich schnell stellte sich aber heraus, dass Lampe mit der Projekt- und Betreibergesellschaft Westwind mehr verband, als eine einfache Geschäftsbeziehung. „Lampe kassierte immer doppelt“, beschrieb ein Prozessbeobachter das Vorgehen. Zum einen verhandelte er mit Westwind den Windpark-Rahmenvertrag. Dabei flossen enorme Beraterhonorare von über 2,4 Mio. Euro. Zum anderen sicherte er sich selbst großzügige Anteile an den begehrten Windparks und profitierte von den Ausschüttungen.

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Lampe wehrte sich gegen die Vorwürfe

Lothar Lampe hat sich stets gegen die Vorwürfe gewehrt. Im Juni 2013 behauptete er, er habe nie einen Cent für sich aus der Kasse des Landvolks genommen. Im März 2014 hatte sein Anwalt gegenüber der LAND & Forst schriftlich erklärt: „Weder ist Herr Lampe mit dem Vermögen des  Landvolks oder dessen Tochtergesellschaften pflichtwidrig umgegangen, noch hat Herr Lampe aus dem Vermögen bzw. der Tätigkeit des Landvolks oder dessen Tochtergesellschaften irgendeinen persönlichen Vorteil gezogen. Insbesondere die Herrn Lampe vorgehaltenen Spenden aus dem Vermögen einer Tochtergesellschaft des Landvolks an zwei dem Landvolk und dem Deutschen Bauernverband nahestehende Stiftungen erfolgten ausschließlich im Interesse des Landvolks und dessen Mitglieder.“

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