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Putin verlängert Einfuhrverbot für Lebensmittel aus Deutschland

Russische Seniorin kauft Lebensmittel ein
am Mittwoch, 12.10.2022 - 10:25 (1 Kommentar)

Kreml-Chef Wladimir Putin hat das Einfuhrverbot für Lebensmittel aus Deutschland und Dutzenden weiteren Staaten per Dekret um ein weiteres Jahr bis zum 31. Dezember 2023 verlängert.

Das geht aus einem am Dienstag (11.10.) veröffentlichten Dokument zu „speziellen wirtschaftlichen Maßnahmen“ hervor, mit denen die Sicherheit der russischen Föderation garantiert werden soll.

Das im August 2014 erstmals verhängte Embargo etwa für Milchprodukte, Fleisch, Obst und Gemüse aus der EU war eine Reaktion auf die Strafmaßnahmen des Westens gegen Russland im Zuge des Ukraine-Konflikts.

Einfuhren erfolgen über Umwege und durch Schmuggel

Putin hat immer wieder erklärt, das Embargo helfe, die Selbstversorgung - etwa in der Milchwirtschaft - zu verbessern, um weniger abhängig von Importen zu sein. Das Embargo betrifft außer der EU auch die USA, Australien, Kanada und die Ukraine.

Viele Produkte aus dem Westen kommen trotz des Einfuhrverbots auf Umwegen und durch Schmuggel nach Russland. Der Schwarzmarkthandel hat die westlichen Waren noch einmal verteuert, weil inzwischen wegen der Sanktionen und Gegensanktionen auch der Luftraum gesperrt ist.

Russen vermissen die Qualität von Käse aus Deutschland und Frankreich

Begehrt sind etwa Käse aus Deutschland, Frankreich und Italien, wofür Kunden zum Beispiel in Moskau viel Geld ausgeben. Zur Abschreckung für den Schwarzmarkthandel hat Russland schon tonnenweise Lebensmittel vernichten lassen.

Russische Verbraucher klagen über hohe Preise und die teils minderwertige Qualität einheimischer Lebensmittel. Experten zufolge führt die Ausschaltung ausländischer Konkurrenz dazu, dass sich Monopole bilden und die Preise für russische Lebensmittel steigen.

Mit Material von dpa
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