Login

Das ist ein Artikel vom Top-Thema:

Nachwachsende Rohstoffe

Regierung will 3,6 Milliarden Euro für Bioökonomie ausgeben

Die Regierung will in Fahrräder aus Holz investieren
am Mittwoch, 15.01.2020 - 16:04 (Jetzt kommentieren)

Die Bundesregierung will in den kommenden vier Jahren 3,6 Milliarden Euro in die Förderung der Bioökonomie investieren. Nachwachsende Rohstoffe sollen besser genutzt werden.

Das gaben Bundesforschungsministerin Anja Karliczek (CDU) und Agrarministerin Julia Klöckner (CDU) am Mittwoch in Berlin bekannt. In der „Nationalen Bioökonomiestrategie“ geht es konkret um die verstärkte Erforschung und Nutzung nachwachsender Rohstoffe.

Auch die Sicherstellung der Ernährung vor dem Hintergrund von Klimawandel und Bevölkerungswachstum stehe im Fokus. „Biobasierte Materialien stehen den Eigenschaften erdölbasierter Kunststoffe in kaum noch etwas nach“, sagte Karliczek.

Schon herstellbar: Turnschuhe aus Spinnenseide

Schon heute könnten Autoreifen aus Löwenzahn oder Turnschuhe aus Spinnenseide hergestellt werden. In den nächsten Jahren müsse man aber bei der Nutzung nachwachsender Rohstoffe für noch viel mehr Produkte vorankommen, sagte Karliczek.

„Auf unseren Äckern wächst, was wir sonst importieren müssten“, sagte Klöckner. Sie fügte aber hinzu, dass die Hauptaufgabe die Erzeugung von Nahrungsmitteln bleibe.

Regierung will Züchtung von Pflanzen ausbauen

In ihrer Bioökonomie-Strategie nimmt sich die Bundesregierung zudem vor, „ihre Aktivitäten im Bereich der Züchtung standort- und klimaangepasster, (...) resistenter beziehungsweise toleranter Pflanzensorten“ auszubauen.

„Neben Kulturpflanzen kommt aber auch Insekten, Pilzen, Mikroorganismen und aquatischen Lebensformen wie Algen zunehmend Bedeutung in der modernen Bioökonomie zu“, heißt es weiter. Das werde durch entsprechende Fördermaßnahmen unterstützt.

Mit Material von dpa, Bundesregierung

Kommentare

agrarheute.comKommentare werden geladen. Bitte kurz warten...