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Rinderzüchter kritisieren Exportverbot für lebende Zuchtrinder

Rinder
am Freitag, 15.05.2020 - 16:03 (Jetzt kommentieren)

Der Bundesverband Rind und Schwein (BRS) wehrt sich gegen Exportverbote für Zuchtrinder durch einige Bundesländer.

Konkret geht es um die Ausfuhr von Zuchtrindern nach Russland, Kasachstan und Usbekistan. Nach aktuellem Stand haben mehrere Bundesländer die Ausfuhr in diese Zielländer per Erlass gestoppt.

„Wir können und wollen im Interesse unserer Mitglieder die Verweigerung der Freigabe von Russland-Exporten nicht akzeptieren“, sagte dazu BRS-Geschäftsführerin Dr. Bianca Lind. Nach Angaben des Verbandes begründen die zuständigen Ministerien ihr Vorgehen damit, dass entlang der Versorgungsstrecke die vorgeschriebenen Versorgungsstellen nicht vorhanden seien.

Der russische Föderale Dienst für veterinärrechtliche Überwachung habe das Vorhandensein zugelassener Versorgungsstellen jedoch bescheinigt, sagte Lind. Auch die Rinderexporteure im BRS hätten das Vorhandensein und die Inbetriebnahme der Versorgungsstellen bestätigt.

Standard für Langstreckentransporte geht über das Gesetz hinaus

Lind wies darauf hin, dass der Bundesverband letztes Jahr in Eigeninitiative einen Standard für Langstreckentransporte entwickelt habe. Dieser Standard stelle eine tierwohlgerechte Versorgung deutscher Zuchtrinder entlang der Transportstrecke in Drittländer sicher.

Durch die Anwendung des BRS-Tiertransportstandards lägen verlässliche Informationen über Versorgungsstellen vor, die weit über gesetzliche Anforderungen hinausgingen und damit eine rechtskonforme Abfertigung gewährleisteten.

Tierärzte erhalten Zugang zu den Transportdaten

Mit dieser standardisierten Form der Datenerfassung entlang der Transportstrecke würden dem Spediteur die Eigenkontrolle und der zuständigen Behörde die amtliche Kontrolle erleichtert, erläuterte Lind. Umso mehr verärgere die Züchter der Exportstopp. Der Transportstandard gewähre ein Höchstmaß an Transparenz von der Abfertigung über die Transportstrecke bis hin zum Zielort.

Bei Bedarf erhielten die verantwortlichen Tierärzte der zuständigen Behörden über die Datenbank Zugang zu den erforderlichen Informationen.

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