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Risikomanagement: Das schlägt die CSU vor

Unwetter über einer Landschaft
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Anke Fritz, agrarheute
am
31.08.2018

Staatliche Soforthilfen könnten nicht die Lösung sein, betont die agrarpolitische Sprecherin der CSU-Landesgruppe im Bundestag, Marlene Mortler, und stellt ein mehrstufiges Risikomanagementsystem vor.

Mit einem mehrstufigen Risikomanagementsystem will die CSU die Landwirtschaft in Zukunft robuster gegen Wetterextreme und Marktverwerfungen machen. Das heute vorgestellte Konzept der Arbeitsgemeinschaft Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AG ELF) der CSU sieht folgende Eckpunkte vor:

  • Die Einführung einer steuerlichen Risikoausgleichsrücklage, um den Landwirten die Rücklage von Finanzmitteln zur Krisenvorsorge zu erleichtern.
  • Das Absenken des Steuersatzes von Mehrgefahrenversicherungen auf das Niveau der Hagelversicherung.
  • Ein betriebsindividuelles, staatlich gefördertes Risikovorsorgekonto, das die Betriebe zur Anlage und zweckgebundenen Krisenbewältigung ermuntern soll.
  • Die steuerliche Gewinnglättung soll wieder abgeschafft werden, da diese eine nur sehr begrenzte Wirkung bei gleichzeitig hohem bürokratischen Aufwand entfalte.

 

Betriebe müssen krisenfester aufgestellt sein

Porträt von Marlene Mortler

„Die diesjährige Dürre verdeutlicht, dass das Risikomanagement im land- und forstwirtschaftlichen Betrieb immer wichtiger wird“, erklärte die AG ELF-Vorsitzende und agrarpolitische Sprecherin der CSU-Landesgruppe im Bundestag, Marlene Mortler, bei der Vorstellung des Konzepts.

Zwar seien die aktuellen Soforthilfen zur Unterstützung betroffener Bauern angebracht. Staatliche Ad-hoc-Zahlungen könnten aber auf Dauer weder für die Betriebe noch für den Staat oder die Gesellschaft der richtige Weg sein, betonte Mortler. Stattdessen müsse die Politik die Betriebe krisenfester aufstellen und ihnen bei der betrieblichen Risikovorsorge unter die Arme greifen.

Mit Material von AgE
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