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Klimapaket

Rukwied: Klimapaket aus Sicht der Landwirtschaft machbar

Demo Klimaschutz München
am Montag, 23.09.2019 - 07:21 (Jetzt kommentieren)

Der Deutsche Bauernverband (DBV) stellt sich hinter das Klimaschutzprogramm 2030 der Bundesregierung, hat aber weitergehende Forderungen.

Joachim Rukwied

DBV-Präsident Joachim Rukwied bewertete das Klimapaket in einer ersten Reaktion „als ambitionierte und machbare Herausforderung für die Landwirtschaft". Die im Kapitel Landwirtschaft vorgesehenen Klimaschutzmaßnahmen orientieren sich nach seiner Darstellung an den Vorschlägen des Bauernverbandes für die Klimastrategie 2.0.

Für Rukwied ist es jetzt wichtig, dass die Umsetzungsmaßnahmen wirksam angegangen werden können. Im Bereich der Bioenergie lässt das Klimakabinett aber nach seiner Einschätzung Potential ungenutzt: „Die Landwirtschaft steht für nachhaltig erzeugte Bioenergie, es fehlen aber klare Signale für eine Anschlussregelung bei Biogas über 2022 hinaus“, monierte der DBV-Präsident.

Er plädierte im Verkehrssektor zudem für eine kontinuierliche Anhebung der Treibhausgas-(THG)-Quote für erneuerbare Mobilität einschließlich Biokraftstoffe.

CO2-Preis macht Biomasse wettbewerbsfähig

Den Einstieg in eine CO2-Bepreisung fossiler Energieträger hält Rukwied für tragfähig, da dies für die Landwirte die Chance bringe, mit der Biomasseerzeugung wettbewerbsfähiger zu werden. Gleichzeitig müsse man auf den internationalen Wettbewerb achten, mahnte der Verbandspräsident.

Deswegen hält er es für richtig, wenn Einnahmen aus der CO2-Bepreisung über eine Ermäßigung der Umlage auf Strom zurückgegeben werden und die Agrardieselregelung fortgeführt wird.

Mit Material von AgE

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