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Deutscher Bauerntag

Rukwied signalisiert Veränderungsbereitschaft

am Donnerstag, 27.06.2019 - 08:53 (Jetzt kommentieren)

Unter dem Motto "Wandel braucht Verlässlichkeit" eröffnete Joachim Rukwied den Deutschen Bauerntag im sächsischen Schkeuditz.

Die deutschen Bauern sind offen für Veränderung. Rote Linien dürfen aber nicht überschritten werden. Mit dieser Ansage stimmte Joachim Rukwied die rund 650 Delegierten sowie zahlreiche Gäste aus Agribusiness, Medien und Politik auf den Deutschen Bauerntag ein, der zurzeit im sächsischen Schkeuditz stattfindet.

Wandel brauche Verlässlichkeit. Die Politik sei gefordert, die Bauern zu begleiten, so die klare Botschaft von Rukwied. Der Bauernpräsident betonte, dass die Landwirte bei der Artenvielfalt bereits viel geleistet haben, wie beispielsweise in diesem Jahr die Anlage von mehr als 230.000 km Blühstreifen als Nahrungsgrundlage für Insekten. Außerdem habe man gemeinsam mit dem Handel die Initiative Tierwohl auf den Weg gebracht. Inzwischen stehe jedes vierte Schwein in einem Tierwohlstall.

Rukwied: Nicht 'vor die grüne Welle' kommen

Der Deutsche Bauernverband habe sich außerdem eine eigene Klimastrategie gegeben mit dem ehrgeizigen Ziel einer Emissionsreduktion um 30 % bis 2030. Artenrückgang und Klimawandel müssten von den Bauern ernst genommen werden.

Polarisierung und einseitige Schuldzuweisungen würden in der Debatte aber nicht helfen, stellte der DBV-Präsident klar: “Wir müssen gemeinsam Lösungen auf den Weg bringen und unseren Teil der Verantwortung übernehmen“. Die Bauern wollten dabei nicht „vor die grüne Welle“ kommen. Sie sollten die Welle aber mitgestalten, um nicht zu Getriebenen der Entwicklung zu werden

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