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Landtagswahlen

Schleswig-Holstein: Mehr als zwei Drittel der Landwirte wählen CDU

Wahlurne
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Redaktion agrarheute, agrarheute
am
08.05.2017

Überraschend klar setzte sich bei den Landtagswahlen in Schleswig-Holstein die CDU durch. Unter den Landwirten haben 68 Prozent für die Union gestimmt.

Die Sozialdemokraten von Ministerpräsident Torsten Albig haben die Landtagswahl in Schleswig-Holstein klar verloren. Gut vier Monate vor der Bundestagswahl wurde die bisher oppositionelle CDU am Sonntag mit großem Abstand stärkste Kraft. Sie strebt nun eine Jamaika-Koalition mit FDP und Grünen an. Das Ergebnis sei ein "klarer Auftrag" an die CDU, Koalitionsgespräche zu führen, sagte CDU-Spitzenkandidat Daniel Günther. "Und ich habe nie einen Hehl daraus gemacht, dass ich die FDP als Wunschkoalitionspartner habe, aber immer auch für Gespräche mit den Grünen zur Verfügung stehe."

Nach dem vorläufigen amtlichen Endergebnis kommt die CDU auf 32,0 Prozent. Zweitstärkste Kraft wird die SPD mit 27,2 Prozent. Dahinter folgen die Grünen mit 12,9, die FDP mit 11,5 und die AfD mit 5,9 Prozent. Die Linke verpasst mit 3,8 Prozent den Einzug in den Landtag. Die bislang darin vertretene Piratenpartei fliegt raus. Der SSW kommt auf 3,3 Prozent.

Die CDU holt im neuen Landtag 25 Sitze, die SPD 21. Die Grünen erringen 10 Mandate, die FDP 9, die AfD 5 und der SSW 3. Die Wahlbeteiligung steigt auf 64,2 Prozent.

Landwirte: mehr als zwei Drittel für die CDU

Wahl Schleswig-Holstein Berufsgruppen

Unter den Landwirten in Schleswig-Holstein konnte die CDU deutlich punkten. Laut einer Befragung von Forschungsgruppe Wahlen machten 68 Prozent der Landwirte ihr Kreuz bei der CDU.

Die Befragung wurde stichprobenartig durchgeführt. Am Wahltag ergaben sich für die Berufsgruppe der Landwirte folgende Ergebnisse

  • CDU: 68 Prozent
  • FDP: 16 Prozent
  • Bündnis 90/Die Grünen: 7 Prozent
  • SPD: 6 Prozent
  • AfD und LINKE sowie SSW kamen laut der Umfrage auf niedrige einstellige Ergebnisse

Habeck hält Ampel für wahrscheinlicher als Jamaika-Bündnis

Schleswig-Holsteins Umweltminister Robert Habeck (Grüne) sieht große Hürden für die Bildung eines Jamaika-Bündnisses mit CDU und FDP. "Es ist kein Geheimnis, dass wir große Probleme haben eine Idee mit der CDU und der FDP zusammen zu entwickeln, die ein Land tragen kann, wenn sie denn liberal und fortschrittlich sein soll", sagte Habeck am Montag vor Beginn einer Sitzung des Landesvorstandes mit Fraktion und Ministern.

Mit Blick auf CDU-Spitzenkandidat Daniel Günther fügte er hinzu: "Von der Energiewende bis zur Einwanderungspolitik hat Daniel Günther Pflöcke eingeschlagen, die man jetzt so schnell nicht mehr aus der Erde rauskriegen kann." Formal müssten aber alle demokratischen Parteien miteinander gesprächsfähig sein, sagte Habeck. "Wir können ein Land ja nicht ins Chaos führen." Es gelte zu vermeiden, "alles Mögliche auszuschließen, um danach Lügner und Wortbruch zu produzieren".

Das Entscheidende für die nächste Koalition werde es sein, eine gemeinsame Idee zu haben. "Das, was ich sehen kann, ist am ehesten eine, die über eine Ampel führt."

Mit Material von dpa, Forschungsgruppe Wahlen

Die Agrarminister der Bundesländer: CDU/CSU und Grüne gleichauf

Barbara Otte-Kinast
Staatsministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten.
Politiker Peter Hauk
Politiker Thomas Schmidt
Politiker Jörg Vogelsänger
Politiker Till Backhaus
Politiker Robert Habeck
Politikerin Claudia Dalbert
Politikerin Christina Schulze Föcking
Politikerin Priska Hinz
Politiker Volker Wissing Ulrike Höfken
Politikerin Birgit Keller
Politiker Reinhold Jost
Bundeslandwirtschaftsministerin
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