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Artenschutz

Schulte to Brinke: Klöckner und Schulze treiben Bauern in den Ruin

am Dienstag, 17.09.2019 - 09:28 (Jetzt kommentieren)

Der Präsident des Landvolks Niedersachsen kritisiert das Agrarumweltpaket der Bundesregierung scharf. Die Beschlüsse seien voreilig.

Schulte to Brinke-Albert-Landvolk

Die Kritik aus dem Berufsstand am Agrarumweltpaket, das die Bundesregierung Anfang September beschlossen hat, reißt nicht ab. Der Präsident des Landvolks Niedersachsen, Albert Schulte to Brinke, warf der Politik in Berlin vor, sie lasse sich momentan dermaßen stark von der Fridays-For-Future-Bewegung treiben, dass jegliches Augenmaß für die Konsequenzen der „ad hoc beschlossenen Maßnahmen“ verlorengehe. Mit ihren Gesetzentwürfen trieben insbesondere Bundesumweltministerin Svenja Schulze und Agrarkollegin Julia Klöckner die Landwirte zur Betriebsaufgabe.

Umwelt-, Tier-, Natur- und Wasserschutz seien sehr wichtig, dürften aber nicht dermaßen stark zu Lasten der Landwirte gehen, „dass wir unsere Lebensmittel nicht mehr in Deutschland in einer Qualität produzieren können, die europaweit kaum zu finden ist“, äußerte Schulte to Brinke seinen Unmut. Politik dürfe keine voreiligen Beschlüsse fassen, die später teuer bezahlt und bitter bereut würden.

"Düngung unter Bedarf ist Murks"

„Wenn wir unsere Kulturen in den roten Gebieten nur noch zu 80 Prozent des Bedarfs düngen dürfen, ist das Murks“, so der Landvolkpräsident. Humusaufbau zur wichtigen Kohlendioxidspeicherung sei dann nicht möglich, und verhungernde Zwischenfrüchte könnten keinen Beitrag zur CO2-Speicherung leisten.

„Wir brauchen ordentliche Konzepte, keine medienwirksamen Schnellschüsse, sonst leiden Natur und Bauern“, warnte Schulte to Brinke. Er äußerte die Hoffnung, dass die betroffenen Berufszweige vorher gehört werden, um Maßnahmen, die weder der Natur noch dem Klima oder dem Verbraucher nützten, zu verhindern.

„Wir brauchen eine weitreichende Klimapolitik sowie offene Augen und Ohren für die Sorgen der Menschen, die von den Veränderungen betroffen sein werden - dazu gehören auch die Landwirte. Dann können wir die notwendigen, wichtigen Schritte gut mitgehen“, erklärte der Landvolkpräsident.

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