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Dürrekatastrophe

Schweden will Dürrehilfen in Brüssel locker machen

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Josef Koch, agrarheute
am
13.07.2018

Brüssel muss den Bauern wegen der Dürrekatastrophe helfen, fordert Schwedens Agrarminister. Kommen die Direktzahlungen bald früher und gibt es neue Hilfen?

Europafahnen

Schwedens Landwirtschaftsminister Sven Erik Bucht will bei der Europäischen Kommission auf schnelle Hilfen für die von der Dürre betroffenen Landwirte drängen. Bucht kündigte gestern an, dass er das Thema in der kommenden Woche beim Agrarrat mit EU-Agrarkommissar Phil Hogan besprechen und dabei auf die prekäre Situation in Schweden, aber auch in anderen Ländern hinweisen werde.

Der Minister will unter anderem eine Öffnung des europäischen Krisenfonds und eine vorzeitige Auszahlung der Direktbeihilfen erreichen.

2018 ist dramatischer als "Jahrhundertdürre" 1993

Nach Angaben des schwedischen Bauernverbandes (LRF) ist die diesjährige Trockenheit dramatischer als die letzte "Jahrhundertdürre" im Jahr 1993. Damals waren ihm zufolge in dem skandinavischen Land Schäden im Umfang von umgerechnet fast 300 Mio. Euro aufgelaufen. In diesem Jahr rechnet der Verband allein beim Getreide mit Verlusten von 200 Mio. Euro.

Noch gravierender sei aber der absehbare Einbruch bei der Grundfutterversorgung, betonte der LRF. Gemäß den Erhebungen der schwedischen Landwirtschaftsbehörde habe der Ertrag beim ersten Grünlandschnitt verbreitet nur 50 Prozent bis 70 Prozent des Normalwertes erreicht. Der zweite Schnitt habe oft nur 30 Prozent gebracht oder sei sogar ganz ausgefallen, und auch beim dritten Schnitt werde aktuell mit geringen Erträgen gerechnet.

Mit Material von AgE
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