Das ist ein Artikel vom Top-Thema:

Staatsanwalt ermittelt gegen AfD-Agrarsprecher Protschka

Stephan Protschka, AfD
am Dienstag, 12.07.2022 - 12:44 (1 Kommentar)

Die Staatsanwaltschaft Landshut ermittelt gegen AfD-Agrarsprecher Stephan Protschka in seiner Funktion als Vermögensberater.

Laut übereinstimmenden Berichten zahlreicher Medien, darunter dpa und BR, steht Protschka unter dem Anfangsverdacht, im Rahmen seiner Tätigkeit als Vermögensberater beweisrechtliche Fälschungen begangen zu haben. Die Staatsanwaltschaft Landshut hat darum ein Ermittlungsverfahren gegen Protschka eröffnet.

Die bayerische Polizei durchsuchte in der vergangenen Woche seine Büro- und Geschäftsräume in Eggenfelden im Landkreis Rottal-Inn. Zuvor hatte der Bundestag die Immunität des Abgeordneten aufgehoben.

Protschka soll falsche Daten an eine Versicherung übermittelt haben

Ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Landshut stellte klar, dass das Ermittlungsverfahren nicht in Zusammenhang mit der Mandatsausübung des AfD-Bundestagsabgeordneten stehe. Es gehe um den Verdacht, dass Protschka im Jahr 2017 anlässlich der Vermittlung eines Abschlusses eines Versicherungsvertrages unrichtige Daten an die Versicherung übermittelt habe.

Der AfD-Politiker weist die Vorwürfe zurück

Gegenüber der Redaktion agrarheute erklärte Protschka schriftlich: "Ich bin unschuldig und mir keiner Schuld bewusst. Es ist mir unbekannt, warum und mit welchen neuen Erkenntnissen die Staatsanwaltschaft nun erneut zu diesem Vorwurf aus dem Jahr 2017 ermittelt. Eigentlich war das Ermittlungsverfahren längst eingestellt. Ich vermute deshalb, dass es sich hierbei um einen eindeutig politisch motivierten Vorgang handelt." 

Der 44-Jährige ist seit vergangenem Jahr Landesvorsitzender der AfD in Bayern und seit 2017 Mitglied des Bundestages. In Bayern finden 2023 Landtagswahlen statt.

Protschka erklärte ferner, sein Wohnhaus sei nicht, wie fälschlicherweise von einigen Medien behauptet, durchsucht worden. Er beabsichtige auch weiterhin vollständig mit der ermittelnden Staatsanwaltschaft zu kooperieren, damit der Sachverhalt schnellstmöglich aufgeklärt werden könne.

Für Protschka gilt bis zum Ergebnis der Ermittlungen die Unschuldsvermutung. 

Mit Material von AgE, BR

Kommentar

agrarheute.comKommentare werden geladen. Bitte kurz warten...