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EU-Agrarrat

Streit um Pflanzenschutzmittel auf Greeningflächen

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Anke Fritz, agrarheute
am
11.10.2016

Beim Agrarrat in Luxemburg hält EU-Agrarkommissar Phil Hogan am Verbot von Pflanzenschutzmitteln auf Ökologischen Vorrangflächen fest.

Mit grundsätzlichem Wohlwollen haben die Landwirtschaftsminister der Mitgliedstaaten die Vereinfachungsvorschläge von EU-Agrarkommissar Phil Hogan im Rahmen der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) aufgenommen. Gleichzeitig übten sie jedoch bei der Vorstellung der Pläne im Agrarrat am Montag in Luxemburg im Einzelnen vielfältige Kritik daran.

Das sind die wichtigsten Streittehmen im Agrarrat

  • Aktiver Landwirt: Belgien lehnt eine nur noch freiwillige Überprüfung des "aktiven Landwirtes" ab. Die meisten Mitgliedstaaten begrüßten allerdings diese Möglichkeit
  • Definition für Grünland: Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt wiederholte seine Forderung, die Definition zu überarbeiten. Mit Gras und Grünfutter bewachsene Ackerbrachen und gerodete Rebflächen sollten nicht bereits nach fünf Jahren automatisch als Dauergrünland definiert werden.
  • Pflanzenschutzmittel auf Ökologischen Vorrangflächen: Bereits im Vorfeld des Rates hatten sich 18 Mitgliedstaaten, darunter auch Deutschland, gegen ein Verbot von Pflanzenschutzmitteln auf Ökologischen Vorrangflächen ausgesprochen. Sie wollen eine weitere Einschränkung der Produktionsmöglichkeiten für die Landwirte nicht akzeptieren. Phil Hogan erklärte, die Kommission wolle grundsätzlich an dem geplanten Verbot festhalten.
  • Mindestdauer der Brache: Hogan sprach bei der Mindestdauer einer Brache nicht mehr von neun, sondern von sechs Monaten, was quasi dem Erhalt des Status quo gleichkäme. Den Verbleib für Zwischenfrüchte reduzierte Hogan von zehn auf acht Wochen.

1. Runde Milchreduktionsprogramm fast ausgeschöpft

Der Agrarkommissar wies auf die große Resonanz auf das Milchreduktionsprogramm hin, was in der ersten Antragsrunde bereits fast vollständig ausgeschöpft worden sei. Er sei überzeugt, so Hogan, dass das Programm den positiven Preistrend unterstützen werde. Für dessen Erfolg sei es aber wichtig, dass alle milchproduzierenden Länder am Programm teilnähmen.

Mit Material von Agra Europe

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