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Svenja Schulze (SPD) wird Bundesumweltministerin

Svenja Schulze, SPD, Bundesumweltministerin
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Julia Eder, agrarheute
am
09.03.2018

Die SPD gab heute in Berlin die neuen Ministerposten bekannt. Svenja Schulze wird Nachfolgerin von Barbara Hendricks als Umweltministerin.

Olaf Schulze gab heute im Willi-Brandt-Haus in Berlin offiziell die Namen der Minister bekannt, die die SPD in der Großen Koalition stellen wird. Svenja Schulze, die in Nordrhein-Westfalen im Kabinett von Hannelore Kraft tätig war, wird demnach neue Bundesumweltministerin und tritt die Nachfolge von Barbara Hendricks an.

Erfahrung als NRW-Ministerin für Innovation, Wissenschaft und Forschung

Svenja Schulze stammt aus Düsseldorf und hat in Bochum Germanistik und Politikwissenschaften studiert. Anschließend arbeitete sie in der Werbebranche und war Unternehmensberaterin.

Für Schulze ist es das erste Amt auf bundespolitischer Ebene. Unter der ehemaligen Ministerpräsidentin Hannelore Kraft war sie von Juli 2010 bis Juni 2017 Ministerin für Innovation, Wissenschaft und Forschung des Landes Nordrhein-Westfalen. Mit der Abschaffung der Studiengebühren in Nordrhein-Westfalen hat sie in dieser Zeit eines der politischen Großprojekte mit auf den Weg bringen können. Darauf sei sie noch heute stolz, wie sie betont.

NRW-Generalsekretärin und Unternehmensberaterin

Nach der Wahlniederlage der SPD bei der Landtagswahl wurde sie Generalsekretärin der Landespartei. Zudem hat sie zunächst bei einer Hamburger Unternehmensberatung Kommunen und Landschaftsverbände bei deren Reorganisation beraten und war als Rechnungsprüferin tätig. 2003 war sie von dort zu einer international tätigen Unternehmensberatung gewechselt und hat Verwaltungen und Krankenkassen beraten.

Ehrenämter für Frauen, Arbeitnehmer und Umwelt

Schulzes ehrenamtliches Engagement gilt Frauen, Arbeitnehmern und der Umwelt. Sie ist Mitbegründerin des Netzwerkes "Frauenzeiten". Dies ist ein Netzwerk von politisch aktiven Frauen, Gewerkschafterinnen und Wissenschaftlerinnen, das zum gegenseitigen Austausch von Erfahrungen, Know How und wissenschaftlichen Erkenntnissen dient.

Zudem ist sie Mitglied der Arbeiterwohlfahrt (AWO) und der Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE). Ihre Haltung dazu: "Motivierte und qualifizierte Arbeitnehmer sind die Basis für erfolgreiche Unternehmen - nicht nur in Münster. Dafür ist eine starke Interessenvertretung, eine starke Gewerkschaft der Arbeiter und Angestellten wichtig."

Schulze: "Ökologie, soziale, ökonomische und kulturelle Fragen zusammen denken"

Schließlich kommt auch die Umwelt noch vor im Lebenslauf. Als Mitglied des Naturschutzbunds Nabu sagt sie: "Wir müssen Ökologie, soziale, ökonomische und kulturelle Fragen zusammen denken, damit künftige Generationen und alle Menschen weltweit eine gute Zukunft haben können. Diese schwierige Aufgabe kann nur gelingen, wenn die Umweltverbände weiter Druck machen, wenn sie ein Motor bleiben und das hohe Niveau des Naturschutzes in Deutschland weiter vorantreiben. Daran möchte ich im Rahmen meiner Möglichkeiten mitwirken."

Mit Material von svenja-schulze.de

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