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Milchkrise

Taumelnder Milchpreis: Schmidt plant Milchgipfel noch im Mai

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Redaktion agrarheute, agrarheute
am
09.05.2016

Die Discounter senkten Preise für Milchprodukte um bis zu 25 Prozent. Jetzt soll ein weiterer Milchgipfel von Bundesagrarminister Christian Schmidt (CSU) Lösungen bringen.

Agrarminister Christian Schmidt (CSU) will den Landwirten angesichts der niedrigen Milchpreise helfen und kündigt dazu einen "Milchgipfel" an. "Bei diesen Preisen wird die Axt an die Existenzgrundlage unserer Bauern angelegt", sagte Schmidt der "Bild am Sonntag".

Er werde "alle Beteiligten noch im Mai zu einem Milchgipfel einladen", kündigte der Minister an. Er wolle Landwirtschaft, Molkereien und Handel an einen Tisch bekommen. "Im Moment zahlen unsere Bauern allein die Zeche, Handel und Molkereien verdienen weiter. "Verbraucher könnten den Milcherzeugern helfen, "wenn wir nicht immer zur billigsten Milch greifen."

Abschläge von bis zu 25 Prozent

Erst vor knapp einer Woche setzten gleich mehrere Lebensmittelhändler bei Milchprodukten den Rotstift an. Discounter senkten beispielsweise die Preise für einen Liter frische Vollmilch von 59 auf 46 Cent - ein Preisabschlag von fast 25 Prozent. Begründet wurde die Rotstiftaktion mit dem Überangebot auf dem weltweiten Milchmarkt. Die Molkereien hätten deshalb die Milch billiger angeboten. Der Lebensmitteleinzelhandel sei nicht für das aktuelle Überangebot an Rohmilch verantwortlich.

Alle Meldungen zur angespannten Lage auf dem Milchmarkt finden Sie hier.

Bereits Mitte April hatten die Länderagrarminister Minister Schmidt aufgefordert, Krisenhilfen wie Liquiditätsprogramme für Landwirte oder Mengenreduzierungen zu starten. Bringt deren Umsetzung eine kurzfristige Marktentlastung des Milchmarktes? Stimmen Sie in der dlz-Kurzumfrage unter AGRI-EXPERTS ab.

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