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Bundesratsinitiative

Thüringen startet Initiative zur Einschränkung von Glyphosat

Glyphosat buchstabiert auf Boden
© imago/Martin Bäuml Fotodesign
von , am
06.12.2017

In Thüringen hat das Kabinett einer Bundesratsinitiative zur Reduzierung des Glyphosateinsatzes zugestimmt. Unter anderem ist eine Verbot der Vorerntebehandlung vorgesehen.

Das Thüringer Kabinett hat am 5. Dezember einer Bundesratsinitiative zur Reduzierung des Glyphosateinsatzes zugestimmt, die am 15. Dezember in die Länderkammer eingebracht werden soll. Der Vorstoß von Umweltministerin Anja Siegesmund soll nach Angaben ihres Ressorts die Anwendung für Glyphosat dahingehend regeln, dass die Artenvielfalt auch auf den Ackerflächen geschützt wird.

Zudem soll in diesen Bereichen Glyphosat nicht mehr benutzt werden:

  • im Haus- und Kleingartenbereich
  • an öffentlichen Verkehrsflächen
  • in öffentlichen Einrichtungen wie beispielsweise Kindertagesstätten und Grünanlagen
  • bei der Vorerntebehandlung

 

Umweltministerin spricht von „verkorkster Entscheidung"

Siegesmund sprach mit Blick auf die Umstände der Neuzulassung des Herbizids von einer „verkorksten Entscheidung der Bundesregierung“, nach der jetzt schnell gehandelt werden müsse. In Deutschland lande „viel zu viel“ Glyphosat auf dem Acker und gefährde Insekten und Feldvögel, so die Grünen-Politikerin. Auch weil die „schwerwiegenden Bedenken“ zum Krebsrisiko nie ausgeräumt worden seien, müsse der Einsatz von Glyphosat jetzt durch die Bundesratsinitiative eingedämmt werden.

Mit Material von AgE
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