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Timmermans spricht mit Greta Thunberg über Agrarpolitik

Frans Timmermans, Vizepräsident der EU-Kommission
am Donnerstag, 26.11.2020 - 12:35 (Jetzt kommentieren)

EU-Klimakommissar Frans Timmermans twittert, dass er sich mit Greta Thunberg über die Gemeinsame Agrarpolitik ausgetauscht hat. Landwirte äußern sich kritisch auf Twitter dazu.

EU-Klimakommissar Frans Timmermans macht wieder von sich Reden. Bereits Mitte November hatte Timmermans für Irritation gesorgt, als er ankündigte die Vorschläge zur Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) zurückziehen zu wollen, weil sie zu wenig umwelt- und klimaorientiert seien.

Nun sorgt sein Tweet über ein Treffen mit den Klimaaktivistinnen Greta Thunberg, Luisa Neubauer und Anuna De Wever Van Der Heyden für neuen Diskussionsstoff. 

 

Wojciechowski nicht ganz einverstanden mit Timmermans vorgehen

EU-Agrarkommissar Janusz Wojciechowski sei mit dem Vorgehen des geschäftsführenden Vizepräsidenten und EU-Klimakommissars Frans Timmermans, die Ziele der Farm-to-Fork-Strategie und der Biodiversitätsstrategie in die kommende EU-Agrarreform aufzunehmen, „nicht vollends“ einverstanden, hieß es aus Brüsseler Kreisen. Dem Vernehmen nach verweist das Umfeld des  Agrarchefs darauf, dass beide Strategien lediglich als „Mitteilungen“ der Brüsseler Behörde vorlägen und daher auch keine demokratische Legitimation hätten.

Timmermans steht formal über Wojciechowski

Derweil versucht das Lager um Timmermans, möglichst viele Aspekte der beiden Strategien in die laufenden Triloggespräche mit dem Rat und dem Parlament aufzunehmen. Diese Vorgehensweise hatte der Niederländer im Interview mit AGRA-EUROPE bestätigt. Für bestehende Unstimmigkeiten spricht laut Brüsseler Beobachtern zudem, dass sowohl der Sozialdemokrat Timmermans als auch der polnische PiS-Politiker Wojciechowski an den ersten beiden GAP-Trilogen teilgenommen haben. Allerdings steht Timmermans in der Hierarchie des Kommissarskollegiums über Wojciechowski.

Folgen der Farm-to-Fork-Strategie und Biodiversitätsstrategie?

Unterdessen forderte die Brüsseler Denkfabrik Farm Europe die Kommission auf, endlich Folgenabschätzungen für die Farm-to-Fork-Strategie und die Biodiversitätsstrategie vorzulegen, so wie es bei anderen großen Gesetzesvorhaben üblich sei. Andernfalls sei es schwer zu verantworten, bis 2030 Ziele wie eine Pflanzenschutzmittel- oder Düngemittelreduktion um 50 % beziehungsweise 20 % umzusetzen. Auch verschiedene EU-Agrarminister hatten sich zuletzt dahingehend geäußert.

Mit Material von AgE

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