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USA

Trump verärgert US-Landwirte

Hartweizenernte in den USA
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Eva Eckinger, agrarheute
am
25.01.2017

Der größte US-Bauernverband zeigt sich verärgert über die Aufkündigung des TPP-Abkommens durch Präsident Trump. Für die Landwirtschaft wäre das Abkommen sehr wichtig gewesen.

Die Aufkündigung des TPP-Abkommens durch den neuen US-Präsidenten Donald Trump sorgt unter den amerikanischen Landwirten für großen Unmut. Nun äußerte sich der größte Bauernverband der USA, die "American Farm Bureau Federation" (AFBF), in einer Stellungnahme. Handel sei entscheidend für den Erfolg der amerikanischen Farmer und Rancher.

Die Transpazifische Partnerschaft wäre ein geplantes Handelsabkommen zwischen Australien, Brunei, Chile, Japan, Mexiko, Malaysia, Kanada, Neuseeland, Peru, Singapur und Vietnam gewesen. Im Februar 2016 wurde durch Vertreter aus allen zwölf Ländern unterzeichnet aber noch nicht ratifiziert.

TPP bringt 4,4 Milliarden US-Dollar für die Landwirtschaft

Zippy Duvall, Präsident der AFBF, kritisiert Trumps Entscheidung: "Wir sahen in TPP ein Abkommen mit positiven Auswirkungen für die Landwirtschaft - eines, das unserer sich abmühenden Agrarwirtschaft 4,4 Milliarden US-Dollar jährlich eingebracht hätte.

USA profitiere immer von internationalem Handel

Die US-amerikanische Landwirtschaft gehöre eigentlich immer zu den Gewinnern, wenn Handelsschranken beseitigt würden, weil sich dadurch Exportmöglichkeiten für Getreide und tierische Produkte ergeben würden und man selber im Vergleich zu anderen Nationen kaum Zölle erhebe, gab Duvall zu bedenken.

Die AFBF forderte die Regierung zur Mitarbeit auf, um sicherzustellen, dass die US-Landwirtschaft auch künftig auf den Märkten der Welt wettbewerbsfähig bleibe. Man dürfe nicht an Boden verlieren - ob im asiatisch-pazifischen Raum, in Nordamerika, Europa oder anderen Teilen der Erde.

Handel wichtig für US-Landwirte

Starke Handelsabkommen seien wichtig für den Erfolg der US-Landwirtschaft, der Farmer und Rancher im ganzen Land, so Duvall weiter. Über 25 Prozent der landwirtschaftlichen Produktion der USA werde exportiert. Duvall fordert die neue Regierung auf, alles zu unternehmen, um neue Märkte zu erschließen und sich für Interessen der US-Landwirtschaft außerhalb der Landesgrenzen einzusetzen.

NAFTA-Abkommen von großer Beudeutung

Zudem betont der Bauernverband die Bedeutung des NAFTA-Abkommens (North American Free Trade Agreement) mit Kanada und Mexiko. Die US-Agrargüterexporte in diese beiden Länder hätten von 8,9 Milliarden US-Dollar im Jahr 1993 auf aktuell über 38 Milliarden US-Dollar zugenommen. Man werde sich als Bauernverband auch weiterhin für diese Abkommen einsetzen.

Mit Material von American Farm Bureau Federation

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