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Volksbegehren Artenvielfalt

Das tun Bayerns Landwirte für die Umwelt

Blühstreifen
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Anke Fritz, agrarheute
am
01.02.2019

Der BBV sagt "Nein" zum Volksbegehren Artenvielfalt und weist darauf hin, dass bereits jeder 2. Landwirt am Bayerisches Kulturlandschaftsprogramm teilnimmt.

Jeder zweite Bauer in Bayern hat sich laut Bayerischem Bauernverband (BBV) vertraglich dazu verpflichtet, freiwillig mehr für den Umwelt und Naturschutz zu tun. Fast 40 Prozent der Fläche werden nach Richtlinien von KULAP & VNP bewirtschaftet. Die nötige Honorierung erhalten Landwirte über die Umweltprogramme im Rahmen der EU-Agrarpolitik.

 

Engagement der Landwirte zahlt sich aus

Dass dieses Engagement wirkt, zeigt sich auch anhand von Zahlen: So sind laut Bayerischem
Artenschutzbericht 2010 auch 80.000 der insgesamt 100.000 in Deutschland heimischen Arten in Bayern daheim. Darüber hinaus bestätigt das bayerische Umweltministerium in einem aktuellen Bericht, dass 700.000 Hektar an KULAP-Flächen ganz besonders zur Biodiversität beitragen. Über das bayerische Vertragsnaturschutzprogramm kommen nochmals rund 80.000 Hektar mit besonderen Naturschutzmaßnahmen hinzu, wo sich Bauern freiwillig engagieren.

Kritik von Georg Wimmer am Volksbegehren

BBV-Generalsekretär Georg Wimmer

Georg Wimmer, Generalsekretär des Bayerischen Bauernverbandes sieht das Volksbegehren Artenvielfalt kritisch. „Statt einem Ausbau der Umweltprogramme in Bayern soll durch die Unterschriften und am Parlament vorbei eine lange Liste von zusätzlichen Vorschriften für die Bauern auf den Weg gebracht werden.

Und um die Mogelpackung perfekt zu machen: Das Wort ‚Biene‘ kommt im Gesetzentwurf kein einziges Mal vor. Im Klartext: Da geht es nicht um eine nette Unterschriftenaktion für Bienen, sondern um Verbote und Einschränkungen für die Landwirtschaft!", heißt es in seinem Kommentar.

Mit Material von BBV
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