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Ölpflanzen

Ufop fordert Palmöl-Reduktionsstrategie

Palmölplantage
am Dienstag, 05.03.2019 - 10:56

Eine Strategie zur Verringerung des Einsatzes von Palmöl in Deutschland und der EU fordert die Union zur Förderung von Öl- und Proteinpflanzen (Ufop).

Die Ufop richtet ihren Appell sowohl an die Biokraftstoffhersteller als auch die Mineralölwirtschaft, die bei diesem Thema ihrer Verantwortung gerecht werden müssten.

Die zukünftige Biokraftstoffpolitik in der EU, insbesondere die Rolle der Biokraftstoffe aus Anbaubiomasse, müsse auf einer möglichst hohen umweltpolitischen Akzeptanz fußen, so der Verband.

Hintergrund der Forderung ist ein Konsultationsverfahren der EU-Kommission mit Regeln für Biokraftstoff-Rohstoffe mit niedrigem oder mit hohem Risiko für Landnutzungsänderungen (iLUC). Das Konsultationsverfahren läuft noch bis zum Freitag (8. März).

Wirtschaft unterläuft die vereinbarte Strategie

Die Ufop wies darauf hin, dass im Trilogverfahren zur Reform der Erneuerbare Energien-Richtlinie (RED II) im Juni 2018 festgelegt worden sei, dass die ab 2023 einsetzende Reduktionsstrategie für Palmöl auf der Obergrenze des Absatzes von Palmöl im Jahr 2019 basiere.

Mit dieser Regelung werde ungewollt eine Quotenmenge festgesetzt, die von der betroffenen Wirtschaft praktisch selbst festgelegt werden könne, fürchtet der Verband. Es sei nicht mit dem Ergebnis des Trilogverfahrens vereinbar, dass die Palmölmenge 2019 die bisher eingesetzte Menge übersteige.

Mineralbranche soll auf Palmöl verzichten

Die Ufop kritisiert, dass mit dem Vorschlag der EU-Kommission für einen Delegierten Rechtsakt Schlupflöcher insbesondere für Kleinplantagenbetreiber geschaffen würden, die dieses Mengengerüst unterlaufen. Vor diesem Hintergrund müsse die Frage gestellt werden, ob die Beibehaltung der Massenbilanzierung sachgerecht sei.

Bei einem Preisunterschied zwischen Raps- und Palmöl von aktuell 300 Euro/t sei der wirtschaftliche Anreiz enorm, Palmöl zur Verarbeitung einzusetzen, unterstreicht die Ufop. Sie appellierte deshalb insbesondere an die Mineralölwirtschaft als die entscheidende Schnittstelle zum Endkunden, unter Hinweis auf die vom EU-Parlament mit Nachdruck geforderte Auslaufstrategie, den Einsatz von Palmöl zu reduzieren.

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