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Ukraine-Krieg: Özdemir lädt Agrarminister der G7 zu Krisentreffen

Agrarminister Cem Özdemir Ukraine
am Dienstag, 08.03.2022 - 11:16 (7 Kommentare)

Die Agrarminister der G7-Staaten kommen zu einem Sondertreffen zusammen. Es geht um Ernährungssicherung im Krieg.

Für den kommenden Freitag (11.3.) hat Bundeslandwirtschaftsminister Cem Özdemir die Agrarminister der G7-Staaten zu der außerordentlichen Sitzung eingeladen. Gemeinsam wollen die Minister vor dem Hintergrund der russischen Invasion in der Ukraine beraten,

  • wie die Ernährungsversorgung weltweit sichergestellt und
  • die Märkte für Agrarprodukte und Betriebsmittel offengehalten und stabilisiert werden können.

„Putins Krieg gefährdet die Ernährung von Menschen weltweit“, stellte Özdemir fest. Die Versorgung mit Lebensmitteln in Deutschland und der EU sei zwar gesichert. In einigen Ländern außerhalb der EU sei jedoch „mit größeren Versorgungsengpässen zu rechnen“ – vor allem dort, wo heute schon Nahrungsknappheit herrscht. Özdemir schließt aber auch in den Industrieländern Preisanstiege für landwirtschaftliche Erzeugnisse nicht aus.

G7-Staaten tagen unter deutschem Vorsitz unter Beteiligung der Ukraine

Deutschland hat in der G7-Gruppe im laufenden Jahr turnusgemäß die Präsidentschaft inne. Zur G7 zählen neben Deutschland Frankreich, Italien, Japan, Kanada, die USA und Großbritannien.

Eingeladen sind auch der Landwirtschaftsminister der Ukraine sowie Vertreter internationaler Organisationen, darunter der Europäischen Kommission, der FAO und der OECD.

EU-Agrarminister fordern Vorschläge von der EU-Kommission

Die Agrarminister der EU hatten bereits in der vorigen Woche gefordert, das Produktionspotenzial der europäischen Landwirtschaft kurzfristig in vollem Umfang auszuschöpfen. Um die Versorgung mit Futtermitteln zu verbessern, soll der Anbau von Öl- und Eiweißpflanzen auf stillgelegten Flächen erlaubt werden.

Die EU-Kommission soll zudem außerordentliche Marktmaßnahmen vorschlagen. Erste Beratungen mit diesem Ziel fand gestern im Sonderausschuss Landwirtschaft (SAL) statt. Ein Folgetreffen des SAL ist am kommenden Montag geplant. Am 21. März wollen die EU-Agrarminister dann entsprechende Beschlüsse fassen.

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