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Umweltministerkonferenz: Einigkeit im Umgang mit Wölfen

Wolfsrudel
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Anke Fritz, agrarheute
am
09.11.2018

In Bremen ist heute die 91. Umweltministerkonferenz zu Ende gegangen. Schwerpunktthema war unter anderem der Wolf.

Es bestand unter den Umweltministern Einigkeit darin, dass es einer rechtssicheren Grundlage zur Entnahme von problematischen Wölfen zum Schutz der Weidetierhaltung bei Einhaltung der notwendigen Präventionsmaßnahmen bedarf.

Entsprechende Leitlinien des Bundes hierzu wurden im Rahmen der UMK zur Kenntnis genommen und werden nun in Schleswig-Holstein den konkreten Rahmen für entsprechende Genehmigungen bieten. Weiter hat der Bund zugesagt, im ersten Quartal 2019 eine überschlägige Abschätzung des günstigen Erhaltungszustandes vorzunehmen und auf der kommenden UMK dazu zu berichten.

"Heute ist ein guter Tag für die Weidetierhalterinnen und -halter. Neben der bereits ergriffenen Maßnahme zur kostenfreien Bereitstellung von Herdenschutzpaketen durch das Land hat nun auch die Europäische Kommission sichergestellt, dass Investitionen in Vorsorgemaßnamen gegen Risse von Weidetieren durch Wölfe zu 100 Prozent finanziert werden können. Wir werden nun die Halterinnen und Halter im Land noch intensiver beim Herdenschutz unterstützen können", sagte Schleswig-Holsteins Minister Jan Philipp Albrecht heute in Bremen.

Es sei darüber hinaus ein Erfolg, dass es abgestimmte, klare Leitlinien für die ausnahmsweise Entnahme von artenschutzrechtlich streng geschützten Wölfen gebe und die Länder und der Bund gemeinsam den Rechtrahmen dazu absicherten. So könnten Artenschutz und Herdenschutz gleichermaßen umgesetzt werden, sagte Albrecht.

Länderübersicht: Das kostet der Wolf

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