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Aufreger

Urteil zur Nitratrichtlinie: Das sagen die User

Gülleausbringung mit Schleppschlauch
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Eva Eckinger, agrarheute
am
25.06.2018

Der EuGH hat Deutschland vergangene Woche wegen der Nitratrichtlinie verurteilt. Das sorgte für lebhafte Diskussionen unter unseren Usern.

Der Europäische Gerichtshof hat Deutschland am vergangenen Donnerstag in Luxemburg wegen Verletzung von EU-Recht verurteilt. Die Regierung habe zu wenig gegen Nitrat im Grundwasser unternommen. Als klar geworden sei, dass ihr Aktionsprogramm nicht ausreiche, habe die Bundesregierung nicht ausreichende zusätzliche Maßnahmen ergriffen. Deutschland wurden auch die Kosten des Verfahrens auferlegt.

DBV-Generalsekretär Bernhard Krüsken betonte: „Das Urteil ist eine – wenn auch detaillierte – Bewertung einer längst überholten Rechtsgrundlage, nämlich der düngerechtlichen Vorschriften mit dem Stand von 2006. Es leistet daher keinen nennenswerten Beitrag zur Diskussion über die seit 2017 geltende neue Düngeverordnung“, betont DBV-Generalsekretär Bernhard Krüsken.

Ganz anderers äußerte sich Pof. Taube von der Universität Kiel in seiner Expertise: "Bereits im 1. Quartal 2018 kommen wir zu dem Ergebnis, dass das neue Düngerecht keine nennenswerte Reduzierung der Stickstoff-Überdüngung und damit von Nitrat-Einträgen ins Grundwasser erzielen wird."

Auch unter unseren Facebook-Usern sorgte das für große Aufregung und eine kontroverse lebhafte Diskussionen an.

Zuviel Gülle auf den Feldern?

Wie Norbert G. dazu meint, werde heute soviel Gülle auf die Felder gefahren, dass davon schon richtige kleine Seen entstehen oder die Spritzspuren voll stehen. Das könne einfach nicht gesund sein.

Er sei schon seit Kindesbeinen an mit der Landwirtschaft verbunden, aber "das was hier die letzten Jahre gemacht wird, ist nicht normal und auf keinen Fall förderlich für unser Wasser. So ehrlich sollte man aber auch als Landwirt sein. Und das Zeug aus den BGAs ist der größte Müll. Da stecken noch genügend Reste von den ganzen Gärzusätzen drin - da redet nämlich öffentlich niemand drüber."

Nitraturteil: 'Kosten sollte Hendricks tragen'

Frank T. ist der Meinung, dass die Kosten dieses Verfahrens der ehemaligen Umweltministerin Barbara Hendricks angelastet werden sollten. Immerhin habe sie wissentlich mit ihrem Amt die falschen Werte an die EU- Kommission gemeldet, so Frank.

Albert T. erwidert, dass es so einfach auch nicht wäre. Hätte Hendricks das gemacht, was sie eigentlich hätte tun müssen, dann wäre Güllefahren von einem auf den anderen Tag verboten worden. "Und das wollte sie zu Gunsten der Umweltverschmutzer und Wasserverseuer vermeiden", meint Albert.

Darauf entgegnet Frank wiederum, dass sie nur die belasteten Brunnen gemeldet und die sauberen verschwiegen habe. So erweckte sie den Eindruck, dass alle Messstellen den Grenzwert überschreiten würden. Er meint: "Wenn alle Brunnen gemeldet worden wären, würde der Mittelwert viel niedriger ausfallen und Deutschland hätte nicht mal eine neue Düngeverordnung gebraucht, weil das Wasser nicht schlechter wäre als im Rest der EU!"

Landwirtschaftliche Betriebe nutzen eigene Brunnen

Jörg D. geht ins Detail: "Um das Netz der Messpunkte enger zu ziehen und somit ein richtiges Messergebnis zu erhalten, sollte man die Landwirtschaft miteinbeziehen. Denn 80 Prozent der Betriebe haben selber auch Brunnen, die sie für die Versorgung der Tiere nutzen."

Muss die Kanzlerin einschreiten?

Christoph S. hat eine klare Haltung dazu: Wenn da wissentlich betrogen wurde, dann sei das eine Sache für den Staatsanwalt. So würde das nicht gehen. "Das ist höchst kriminell und schadet der deutschen Landwirtschaft. Klöckner muss sich darum kümmern", so Christoph.

Er findet es wichtig, auch einmal andere Werte von anderer Stelle zu sammeln: "Schulze sollte die richtigen Werte an die EU schicken. Flasberg wird versuchen das zu verhindern." Aber dann müsse laut Christoph die Kanzlerin einschreiten.

Mit Material von Facebook

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