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Freihandelsgespräche

US-Bauernverband: Briten sollen nach Brexit US-Standards akzeptieren

Chicken Nuggets
am Dienstag, 20.08.2019 - 10:54 (Jetzt kommentieren)

Nach dem Brexit muss Großbritannien alle Tore öffnen für US-Agrarimporte. Das fordert der amerikanische Bauernverband Farm Bureau.

An den US-Handelsbeauftragen Robert Lighthizer gerichtet, formulierte der Bauernverband klare Erwartungen an ein Freihandelsabkommen der USA mit Großbritannien: Alle Handelsbarrieren, die US-Exporte bisher ausbremsen, müssen abgebaut werden.

Nach Angaben des Verbandes liefern die Vereinigten Staaten derzeit Agrarausfuhren im Wert von jährlich rund 1,8 Mrd US-Dollar nach Großbritannien. Der Export könne signifikant steigen, wenn alle tarifären und nicht-tarifären Handelsschranken abgebaut würden, so das Farm Bureau. Die USA wollen im Herbst Gespräche mit der britischen Regierung über ein Freihandelsabkommen aufnehmen.

"Unwissenschaftliche" Handelshemmnisse abbauen

Der US-Bauernverband wünscht sich insbesondere, dass seit langem umstrittene Handelsbeschränkungen aus dem Weg geräumt werden, wenn Großbritannien nicht mehr der EU angehört.

Dazu zählt das Farm Bureau "unwissenschaftliche Hürden" für Rind- und Schweinefleisch sowie Geflügel aus den USA, das Zulassungsverfahren für gentechnisch veränderte Organismen (GVO) und geographische Herkunftsbezeichnungen.

Geschützte Herkunftsangaben behindern den US-Export

Der Verband will erreichen, dass in einem Freihandelsabkommen zwischen Washington und London eine rasche Zulassung von Biotechnologieerzeugnissen festgeschrieben wird. Milch- und Fleischerzeugnisse aus den USA sollten beim Verkauf auf dem britischen Markt endlich wieder "übliche Bezeichnungen" tragen dürfen.

Die von der EU geschützten geographischen Herkunftsangaben würden für den US-Agrarexport auf der ganzen Welt Handelsbarrieren darstellen und müssten abgeschafft werden, so das Farm Bureau. Zulassungs- und Kontrollverfahren für Lebens- und Futtermittel sollten äquivalent und transparent organisiert werden.

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